Wer 2026 ein Balkonkraftwerk plant, landet früher oder später beim APsystems EZ1-M. Der kleine Kasten ist seit Jahren der meistverkaufte Mikrowechselrichter für Steckersolargeräte in Deutschland – und genau deshalb lohnt ein nüchterner APsystems EZ1-M Test, der die Marketingversprechen gegen das offizielle Datenblatt hält. Denn dort steht an einer entscheidenden Stelle etwas anderes, als viele Shops schreiben.

Der EZ1-M wandelt den Gleichstrom von ein oder zwei Solarmodulen in netzkonformen Wechselstrom um: zwei unabhängige MPPT-Regler, WLAN und Bluetooth ab Werk, IP67-Gehäuse, passive Kühlung, 12 Jahre Herstellergarantie. Interessanter als die Ausstattungsliste ist, wie viel Strom am Ende in der Steckdose ankommt und wo das Gerät schwächelt.

Zur Methodik: Dies ist kein Labortest mit eigenen Messgeräten, sondern ein Test & Praxis-Check auf Basis des offiziellen APsystems-Datenblatts der EZ1-Serie (Rev1.0, 11.12.2024), der Local-API-Dokumentation des Herstellers, veröffentlichter Messwerte Dritter und der geltenden deutschen Anschlussregeln. Alle Zahlen sind belegt und benannt; eigene Testnoten findest du hier nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • 799 VA statt 960 VA: Laut Datenblatt liefert der EZ1-M maximal 600 VA (Werkseinstellung) bzw. 799 VA. Die oft zitierten 960 VA gehören zum größeren Schwestermodell EZ1-H – ein Unterschied, den viele Produktseiten verwischen.
  • Zwei echte MPPT-Regler: Jedes der beiden Module wird einzeln geregelt. Bei Teilverschattung oder unterschiedlicher Ausrichtung bringt das spürbar mehr Ertrag als ein Einzeltracker.
  • Offene lokale API: APsystems dokumentiert eine HTTP-Schnittstelle auf Port 8050 – damit läuft der EZ1-M ohne Cloud in Home Assistant.
  • Große Module erlaubt: 20 A Eingangsstrom und 25 A Kurzschlussstrom je Kanal, empfohlener Modulbereich 300 bis 730 Wp – aktuelle 500-Wp-Module passen problemlos.
  • Ausdrücklich nicht fürs Dach: Das Datenblatt schließt Support und Garantie für Dachinstallationen aus. Freigegeben sind Balkon, Garten, Garage und Carport – sonst nichts.

Wer den APsystems EZ1-M kaufen sollte – und wer nicht

Der EZ1-M ist ein Gerät für genau einen Zweck: ein Balkonkraftwerk mit ein oder zwei Modulen, angeschlossen an eine normale Schuko-Steckdose, betrieben ohne Elektriker. Passend ist er, wenn du eine Balkonbrüstung, Garagenwand oder Terrasse mit halbwegs freiem Himmel hast und deine Grundlast senken willst. Besonders sinnvoll wird er, wenn deine beiden Module unterschiedlich stehen, etwa eines nach Osten und eines nach Süden – dann spielen die zwei getrennten MPPT-Regler ihren Vorteil aus.

Nicht das richtige Gerät ist er in drei Fällen. Erstens auf dem Dach: APsystems schließt Dachanlagen von Garantie und Support ausdrücklich aus. Zweitens bei mehr als zwei Modulen – dafür gibt es den APsystems EZ1D mit 1.800 VA, der allerdings nicht mehr steckerfertig ist. Drittens bei nur einem einzigen Modul: Da ist der günstigere EZ1-SPE die wirtschaftlichere Wahl.

Aufbau und Technik: was im Gehäuse steckt

Der EZ1-M misst 263 × 218 × 36,5 mm und wiegt 2,8 kg – flach genug, um hinter einem Modul zu verschwinden. Gekühlt wird ausschließlich über natürliche Konvektion, also lautlos. Das IP67-Gehäuse ist staubdicht und gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt, der zugelassene Temperaturbereich reicht von –40 °C bis +65 °C.

Auf der DC-Seite sitzen zwei Eingänge mit MC4-kompatiblen Steckern. Jeder Kanal verträgt bis zu 20 A Eingangsstrom und 25 A Kurzschlussstrom, die maximale Eingangsspannung liegt bei 60 V, der MPP-Bereich bei 28 bis 45 V. Ein Beispiel aus unserem Sortiment: Das AIKO Neostar 3S+ mit 485 W kommt auf 40,9 V Leerlaufspannung, 34,3 V MPP-Spannung und 14,88 A Kurzschlussstrom – alle drei Werte liegen komfortabel innerhalb der Grenzen.

Auf der AC-Seite arbeitet ein Hochfrequenztransformator mit galvanischer Trennung, dazu ein integriertes VDE-Relais als Netz- und Anlagenschutz – ein externer NA-Schutz entfällt. Der maximale Wirkungsgrad liegt laut Datenblatt bei 96,7 %, der MPPT-Wirkungsgrad bei 99,5 %.

Und hier der Punkt, an dem sich Datenblatt und viele Shop-Angaben widersprechen: Die maximale Dauerausgangsleistung des EZ1-M beträgt 600 VA ab Werk bzw. 799 VA freigeschaltet, der Nennausgangsstrom 2,6 bzw. 3,5 A. Die häufig genannten 960 VA und 4,2 A stehen im selben Datenblatt – aber in der Spalte des Modells EZ1-H. Für den deutschen Markt ist das folgenlos, weil Steckersolargeräte ohnehin auf 800 W begrenzt sind; wer wegen einer vermeintlichen 960-VA-Reserve kauft, kauft an der Realität vorbei.

Leistung im Alltag: die Ertragsrechnung mit offenem Rechenweg

Rechnen wir ein typisches Balkonkraftwerk durch: zwei Module mit je 485 Wp, also 970 Wp, Südausrichtung, 30° geneigt, ohne nennenswerte Verschattung.

  1. Bruttoertrag: Für Deutschland sind 900 kWh je kWp ein realistischer Mittelwert (Spanne je nach Standort etwa 800 bis 1.000). 0,97 kWp × 900 kWh/kWp = 873 kWh im Jahr.
  2. Abregelung durch den 799-VA-Deckel: Die 970 Wp DC erreichen nur an wenigen Hochsommerstunden eine AC-Leistung oberhalb von 799 W. Der Kappungsverlust liegt bei dieser Auslegung rechnerisch im Bereich von einem Prozent – bleiben rund 865 kWh.
  3. Eigenverbrauchsquote: Eine 1-kWp-Anlage ist gegenüber der Grundlast eines Haushalts klein. Bei 2.500 bis 3.500 kWh Jahresverbrauch werden typischerweise 60 bis 70 % direkt genutzt. Wir rechnen mit 65 %: 562 kWh ersetzen Netzstrom.
  4. Ersparnis: Bei einem Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh (BDEW-Strompreisanalyse, Stand August 2026) sind das 562 kWh × 0,37 € = rund 208 € im Jahr.

Ehrlich dazugehört: Die verbleibenden rund 300 kWh fließen ins Netz und werden bei einem Steckersolargerät ohne Einspeisevertrag in aller Regel nicht vergütet. Wie du diesen Anteil senkst, steht im Ratgeber Nulleinspeisung beim Balkonkraftwerk.

Der zweite ehrliche Punkt: Die 96,7 % aus dem Datenblatt sind ein Spitzenwert unter Idealbedingungen. Ein veröffentlichter Praxistest von smartzone.de kommt mit ungeeichten Messgeräten über die Laststufen 200, 400 und 800 W auf einen Durchschnitt von rund 94 % und misst 810 W Spitzenleistung. Dieselbe Quelle nennt zwei Alltagsdetails: Der EZ1-M speist erst ab etwa 28 V Modulspannung ein und braucht nach dem Einstecken rund fünf Minuten bis zur ersten Leistung.

Installation und Anmeldung in Deutschland

Die Montage ist unspektakulär: Wechselrichter an der Unterkonstruktion oder hinter dem Modul befestigen, die MC4-Stecker aufstecken, das AC-Kabel in die Steckdose. Das 5 m lange Anschlusskabel mit 1,5 mm² und Schuko-Stecker ist optional – in unserem Shop kannst du zwischen der Variante ohne Kabel für 99,00 € und mit Kabel für 129,00 € wählen.

Rechtlich gilt: Ein Steckersolargerät darf in Deutschland maximal 2 kWp Modulleistung haben und am Einspeisepunkt 800 VA abgeben. Mit einem EZ1-M und zwei Modulen bleibst du in beiden Grenzen. Seit dem 1. März 2026 gilt zudem die überarbeitete Anwendungsregel VDE-AR-N 4105:2026-03 mit Übergangsfrist für die Netzbetreiber bis März 2027; sie führt oberhalb des Steckersolarbereichs die neue Kategorie der Kleinsterzeugungsanlage ein. Für den klassischen Balkonaufbau ändert sich dadurch nichts.

Die Anmeldung erfolgt im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, und zwar innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Seit dem Solarpaket I vom Mai 2024 entfällt für Steckersolargeräte die separate Meldung beim Netzbetreiber – die Daten werden automatisiert weitergegeben. Was Mieterinnen und Mieter zusätzlich wissen sollten, steht in unserem Beitrag Balkonkraftwerk für Mieter.

Wichtig: Der EZ1-M wird für Deutschland häufig mit 600 VA ausgeliefert. Die Freischaltung auf 800 W nimmst du selbst in der App vor – ohne diesen Schritt verschenkst du ein Viertel der Leistung.

Kompatibilität und App: AP EasyPower und die lokale API

Bedient wird der EZ1-M über die kostenlose AP EasyPower App. WLAN (2,4 GHz) und Bluetooth stecken bereits im Gerät, ein separater Datenlogger entfällt. Über Bluetooth verbindest du dich direkt und ohne Internet, über WLAN siehst du die Daten auch von unterwegs; die App verwaltet bis zu vier Geräte der EZ1-Serie. Die Cloud-Ansicht hat allerdings einen bekannten Nachteil: Die Werte laufen dem tatsächlichen Geschehen um mehrere Minuten hinterher. In der Bluetooth-Direktverbindung erscheinen sie ohne Verzögerung.

Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal ist die offiziell dokumentierte lokale API. Ab Firmware EZ1 1.6.0 lässt sich in der App der „Local Mode“ auf „Continuous“ stellen; danach antwortet der Wechselrichter im eigenen WLAN auf HTTP-Anfragen an Port 8050. Abrufbar sind die Leistung beider Eingänge, Tages- und Gesamtertrag sowie Geräte- und Alarmstatus; setzen lassen sich unter anderem die Leistungsbegrenzung zwischen 30 und 800 W und der Schlafmodus. Für Home Assistant gibt es darauf aufbauend eine fertige Integration samt Python-Bibliothek. Wer Nulleinspeisung selbst regeln oder Daten ohne Herstellercloud speichern will, bekommt hier eine in dieser Preisklasse ungewöhnliche Offenheit.

APsystems EZ1-M Test im Vergleich: drei Alternativen aus unserem Sortiment

Drei Geräte aus dem eigenen Programm, die für Balkonanlagen ebenfalls in Frage kommen:

Merkmal APsystems EZ1-M APsystems EZ1-SPE Marstek Saturn M APsystems EZ1D
Preis (ab) 99,00 € 89,00 € 119,00 € 215,00 €
Max. Ausgangsleistung 799 VA 500 VA 800 VA 1.800 VA
Module 1–2 1 1–2 bis 4
MPPT-Regler 2 unabhängig 1 2 unabhängig 2 unabhängig
Empfohlene Modulleistung 300–730 Wp 255–760 Wp 320–540 W je Modul 315–660 Wp
Betriebsspannung DC 26–60 V 26–60 V 16–60 V (Start 22 V) 52–118 V
Max. Wirkungsgrad 96,7 % 96,7 % 96,5 % 96,7 %
Nachtverbrauch 20 mW 20 mW < 50 mW 20 mW
Garantie 12 Jahre 12 Jahre 10 Jahre 12 Jahre
Steckerfertig (800 W) ja ja ja nein, Festanschluss

Die Lesart: Der EZ1-SPE spart 10 €, hat aber nur einen Kanal – für zwei Module scheidet er aus. Der Marstek Saturn M kostet 20 € mehr, startet dafür schon bei 22 V Modulspannung und legt bei diffusem Licht früher los; er ist außerdem die logische Wahl, wenn ohnehin ein Marstek-Speicher im Haus steht. Sein Nachteil: 10 statt 12 Jahre Garantie, und das AC-Kabel liegt nicht bei. Der EZ1D ist keine Alternative im engeren Sinn, sondern die nächste Größenklasse – mit 1.800 VA verlässt du den Steckersolarbereich und brauchst einen Fachbetrieb. Breiteren Überblick geben unsere Kollektion Wechselrichter und der Kaufratgeber Mikrowechselrichter.

Preis-Leistung und Amortisation

Rechnen wir das komplette Set aus unserem Sortiment: zwei AIKO-Module à 118,90 €, der EZ1-M mit AC-Kabel für 129,00 € und eine Halterung für etwa 80 € ergeben rund 447 €. Bei den oben berechneten 208 € Ersparnis im Jahr amortisiert sich die Anlage nach etwa 2,1 Jahren. Auf den Wechselrichter allein gerechnet sind es weniger als sieben Monate.

Zur Preiseinordnung: Im Preisvergleich gibt es den EZ1-M derzeit ab rund 89 €. Unsere 99,00 € liegen also etwa 10 € darüber – marktgerecht, aber kein Schnäppchen.

Der nächste Hebel ist nicht ein drittes Modul, sondern ein Speicher: Er hebt die Eigenverbrauchsquote von rund 65 auf 85 bis 90 % und die Ersparnis auf etwa 275 € im Jahr. Ehrlich gerechnet amortisieren die zusätzlichen rund 67 € pro Jahr einen Speicher für 900 € erst nach über zehn Jahren – er lohnt sich also eher über Komfort, Notstrom und dynamische Tarife als über die Rendite. Passende Geräte stehen in der Kollektion Balkonkraftwerke, die Praxis dazu im Test der Anker SOLIX Solarbank 3 Pro.

Technische Daten APsystems EZ1-M

Modell / Region APsystems EZ1-M, EMEA
Empfohlene Modulleistung (STC) 300–730 Wp+
MPPT-Spannungsbereich 28–45 V
Betriebsspannungsbereich 26–60 V
Max. Eingangsspannung 60 V
Max. Eingangsstrom 20 A je Kanal
Max. Kurzschlussstrom (Isc) 25 A je Kanal
Moduleingänge / MPPT 2 / 2 (unabhängig)
Max. Dauerausgangsleistung 600 VA (Werkseinstellung) / 799 VA
Nennausgangsstrom 2,6 A / 3,5 A
Nennausgangsspannung 230 V (184–253 V)
Netzfrequenz 50 Hz (48–51 Hz)
Leistungsfaktor 0,99
Max. Wirkungsgrad 96,7 %
MPPT-Wirkungsgrad 99,5 %
Nachtverbrauch 20 mW
Topologie Hochfrequenztransformator, galvanisch getrennt
Kommunikation WLAN 2,4 GHz und Bluetooth (integriert)
Lokale Schnittstelle HTTP-API, Port 8050, ab Firmware EZ1 1.6.0
DC-Stecker MC4-kompatibel
Kühlung natürliche Konvektion, ohne Lüfter
Schutzart IP67
Betriebstemperatur –40 °C bis +65 °C (Lagerung –40 °C bis +85 °C)
Abmessungen (B × H × T) 263 × 218 × 36,5 mm
Gewicht 2,8 kg
AC-Kabel (optional) 5 m, 1,5 mm², Schuko
Netz- und Anlagenschutz VDE-AR-N 4105, Relais integriert
Normen (Auswahl) EN/IEC 62109-1, EN/IEC 62109-2, EN 50549-1, EN 50549-10, VDE-AR-N 4105
Herstellergarantie 12 Jahre (nicht für Dachinstallationen)

Quelle: APsystems EMEA, Datenblatt EZ1-Serie Rev1.0 vom 11.12.2024.

Pro und Contra

Dafür spricht:

  • Zwei vollwertige, unabhängige MPPT-Regler – bei ungleicher Ausrichtung oder Teilverschattung der wichtigste Ertragsvorteil
  • WLAN und Bluetooth integriert, kein zusätzlicher Datenlogger nötig
  • Offiziell dokumentierte lokale API auf Port 8050, inklusive Steuerung der Ausgangsleistung – ideal für Home Assistant und Nulleinspeisung
  • Hohe DC-Ströme (20 A je Kanal) und Module bis 730 Wp – auch für kommende Modulgenerationen ausgelegt
  • IP67, lüfterlos und damit lautlos, Temperaturbereich bis –40 °C
  • 12 Jahre Herstellergarantie für rund 99 €

Dagegen spricht:

  • Maximal 799 VA statt der oft beworbenen 960 VA – die stammen vom Modell EZ1-H
  • Garantie und Support ausdrücklich nur für Balkon, Garten, Garage und Carport; Dachanlagen sind ausgeschlossen
  • Hohe Anlaufspannung von rund 28 V – kleine oder 24-V-Module scheiden aus, der Saturn M startet früher
  • Laut Praxistest rund fünf Minuten bis zur ersten Einspeisung; die Cloud-Ansicht der App hinkt hinterher
  • Werkseinstellung oft 600 VA – ohne Freischaltung in der App bleibt Leistung liegen
  • AC-Kabel ist Zubehör, 30 € Aufpreis

Fazit: für wen sich der EZ1-M lohnt

Der APsystems EZ1-M ist ein gutes Gerät für genau die Aufgabe, für die er gebaut wurde: ein steckerfertiges Balkonkraftwerk mit einem oder zwei Modulen. Zwei unabhängige MPPT-Regler, integrierte Funkschnittstellen, IP67 und 12 Jahre Garantie sind für rund 99 € eine belastbare Ausstattung, und die offene lokale API hebt ihn technisch über die meisten Mitbewerber.

Klare Kaufempfehlung geben wir für Mieterinnen, Mieter und Eigentümer, die ein bis zwei Module auf Balkon, Terrasse oder Garage betreiben und ihre Anlage ins Smart Home einbinden wollen. Wer frühen Ertragsstart bei diffusem Licht braucht oder bereits Marstek-Technik nutzt, sollte den Saturn M gegenrechnen. Wer aufs Dach oder über zwei Module hinaus will, ist hier falsch.

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Häufige Fragen zum APsystems EZ1-M

Wie viel Watt hat der APsystems EZ1-M wirklich?

Laut offiziellem Datenblatt liefert der EZ1-M maximal 799 VA Dauerausgangsleistung, ab Werk sind für Deutschland häufig 600 VA eingestellt. Die oft genannten 960 VA gehören zum Schwestermodell EZ1-H. Für Steckersolargeräte in Deutschland gilt ohnehin eine Obergrenze von 800 W, sodass die 799 VA in der Praxis voll ausgenutzt werden können.

Wie stelle ich den EZ1-M von 600 auf 800 Watt um?

Die Umstellung erfolgt in der kostenlosen AP EasyPower App. Du verbindest dich per Bluetooth oder WLAN mit dem Gerät, öffnest die Leistungseinstellungen und wählst 800 W. Alternativ lässt sich der Wert über die lokale API auf Port 8050 setzen, dort ist ein Bereich von 30 bis 800 W möglich.

Muss ich den APsystems EZ1-M anmelden?

Ja. Jedes Steckersolargerät muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden. Die separate Meldung beim Netzbetreiber entfällt seit dem Solarpaket I vom Mai 2024, weil die Daten automatisiert weitergegeben werden. Voraussetzung bleiben maximal 2 kWp Modulleistung und 800 VA am Einspeisepunkt.

Welche Solarmodule passen an den EZ1-M?

Empfohlen sind Module von 300 bis 730 Wp je Eingang. Entscheidend sind drei Grenzwerte: maximal 60 V Leerlaufspannung, maximal 20 A Eingangsstrom und maximal 25 A Kurzschlussstrom je Kanal, bei einem MPP-Bereich von 28 bis 45 V. Gängige 480- bis 500-Wp-Module mit rund 41 V Leerlaufspannung erfüllen das problemlos.

Kann ich den APsystems EZ1-M in Home Assistant einbinden?

Ja. APsystems dokumentiert eine lokale HTTP-Schnittstelle, die ab Firmware EZ1 1.6.0 verfügbar ist. Nach der Umstellung auf „Local Mode: Continuous“ in der App antwortet der Wechselrichter im heimischen WLAN auf Port 8050. Dafür existieren eine Python-Bibliothek und eine fertige Home-Assistant-Integration, mit der sich Leistung auslesen und die Ausgangsbegrenzung setzen lässt.

Darf ich den EZ1-M auf dem Dach installieren?

Nein. Das Datenblatt der EZ1-Serie beschränkt den Einsatz ausdrücklich auf Balkon, Garten, Garage und Carport und schließt Support sowie Garantie für Dachinstallationen aus. Für Dachanlagen sind Mikrowechselrichter anderer Baureihen oder Strangwechselrichter vorgesehen.

Wie viel Strom spart ein Balkonkraftwerk mit dem EZ1-M im Jahr?

Bei zwei Modulen mit zusammen 970 Wp, Südausrichtung und 30° Neigung sind rund 865 kWh Jahresertrag realistisch. Werden davon etwa 65 % direkt im Haushalt verbraucht, ersetzen 562 kWh Netzstrom. Bei 37,0 ct/kWh entspricht das etwa 208 € Ersparnis im Jahr. Standort, Verschattung und Verbrauchsprofil können das Ergebnis deutlich verschieben.

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