Seit dem 23. September steht bei uns eine neue Set-Familie im Regal: PV-Komplettsets mit dem dreiphasigen Hybrid-System Anker SOLIX X1. Dieser Anker SOLIX X1 Test nimmt sich das 10-kWp-Set vor – 20 AIKO-Glas-Glas-Module, das Power-Modul X1-H10K-T und ein Speicher, den du beim Kauf zwischen 5 und 30 kWh wählst. Auffällig ist die Bauform: Der Wechselrichter ist nur 15 Zentimeter tief, die Akkus werden ohne Kabel darauf gestapelt, und weil alles IP66 ist, darf der Turm auch nach draußen.
Anker kennen viele als Powerbank- und Balkonspeicher-Marke. Mit dem X1 zielt der Hersteller auf die Klasse, in der sonst Sungrow, Fronius, Huawei und Deye antreten: dreiphasig, notstromfähig, bis 30 kWh je Turm. Die Frage ist also, ob das System dieselben Aufgaben löst wie die etablierten Hybridsysteme – und was es im Jahr einspart.
Wir haben dafür das Herstellerdatenblatt gegen die Setangaben gelegt, die Strangauslegung mit den Werten des AIKO-Moduls durchgerechnet und die Garantiebedingungen gelesen. Zwei Punkte gehören vorweg auf den Tisch: die Leistung je Akkumodul und die Energiedurchsatz-Grenze in der Garantie.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Set: 20× AIKO Neostar 2S+ 500 W Full Black (10 kWp) plus Anker SOLIX X1-H10K-T, Speicher wählbar von 5 bis 30 kWh – ab 5.325,69 € mit 5 kWh, 7.096,80 € mit 10 kWh.
- Technik: 10 kW AC dreiphasig, 11 kVA Scheinleistung, bis 20 kW PV-Eingang (200 % Oversizing), 2 MPPT, 98,1 % Spitzenwirkungsgrad, IP66, ≤ 30 dB.
- Notstrom: 10 kW dreiphasig, 20 kVA Spitze für 10 Sekunden, Umschaltzeit unter 10 ms – die volle Leistung steht aber erst ab vier Akkumodulen bereit.
- Der Haken bei kleinen Speichern: Jedes Akkumodul X1-B5-H liefert nur 3 kW. Mit 5 kWh sind es 3 kW, mit 10 kWh 6 kW – egal, dass der Wechselrichter 10 kW könnte.
- Wirtschaftlichkeit: Bei 5.500 kWh Verbrauch rund 1.841 € Jahresnutzen, also 3,9 Jahre für die Hardware und 5,8 bis 7,1 Jahre inklusive Installation.
- Garantie: 10 Jahre mit 80 % Restkapazität – gedeckelt auf 13,17 MWh Durchsatz je Modul, was die beworbenen 6.000 Zyklen rechnerisch auf rund 2.634 Vollzyklen begrenzt.
Wie dieser Test entstanden ist
Ein eigenes Labor haben wir nicht, und wir tun auch nicht so. Das hier ist ein Praxis- und Datenblatt-Check: Alle Werte stammen aus dem offiziellen Anker-Datenblatt zum dreiphasigen X1-System, aus den Garantiebedingungen des Herstellers und aus dem AIKO-Datenblatt zum A500-MAH60Db. Ertrag und Amortisation rechnen wir offen vor, damit du jede Annahme durch eigene Zahlen ersetzen kannst. Eigene Messwerte, Testnoten oder Kundenstimmen erfindet dieser Artikel nicht – und wo Anker Werte schuldig bleibt, steht das da.
Für wen das 10-kWp-Set passt – und für wen nicht
Zielgruppe ist das Einfamilienhaus mit einer zusammenhängenden Dachfläche für 20 Module und 4.500 bis 7.000 kWh Jahresverbrauch. Mit Wärmepumpe oder Wallbox passen 10 kWp und 10 bis 15 kWh Speicher; die Modulleistung lässt sich später bis 20 kWp aufstocken, ohne den Wechselrichter zu tauschen.
Weniger gut passt das Set auf verwinkelte Dächer. Das Power-Modul hat zwei MPP-Tracker mit jeweils genau einem String – zwei Ausrichtungen sind möglich, drei nicht mehr. Wer Ost, West und Süd gleichzeitig belegen will, braucht Leistungsoptimierer oder ein Gerät mit drei Trackern wie den Sungrow SH10T.
Aufbau und Technik: 15 Zentimeter Bautiefe, gestapelt statt verkabelt
Das Power-Modul X1-H10K-T misst 670 × 450 × 150 mm und wiegt 30 kg. Jedes Akkumodul X1-B5-H ist gleich breit und tief, bringt aber 51 kg auf die Waage – ein Turm mit vier Modulen kommt inklusive Sockel und Abdeckung auf rund 243 kg. Die Stellfläche will also vorher geplant sein.
Gestapelt wird werkzeuglos über ein Stecksystem: zwischen den Akkus liegt kein Kabel. Zellchemie ist LiFePO₄ bei 350 bis 550 V. IP66 plus C5-M-Korrosionsschutz erlauben die Aufstellung im Freien, der Betriebsbereich reicht beim Wechselrichter von −25 bis +60 °C, beim Akku von −20 bis +55 °C. Mit ≤ 30 dB ist es leiser als übliche Hybridwechselrichter dieser Klasse (45 bis 55 dB(A)).
Auf der PV-Seite nimmt der X1-H10K-T bis zu 20 kW an – 200 % Oversizing bezogen auf 10 kW AC, mehr als die meisten Mitbewerber zulassen. Der MPP-Bereich reicht von 140 bis 950 V bei 1.000 V Systemspannung, jeder Tracker verträgt 16 A Dauer- und 20 A Kurzschlussstrom. Der Wirkungsgrad liegt bei 98,1 % maximal und 97,4 % europäisch gewichtet.

Anker SOLIX X1 Test: Leistung im Alltag und was das Set einspart
Für die Rechnung nehmen wir die 10-kWh-Variante, 5.500 kWh Verbrauch und den Standardertrag von 950 kWh je kWp – je nach Standort sind 850 bis 1.050 kWh/kWp realistisch. 10 kWp ergeben damit 9.500 kWh Jahresertrag.
Ohne Speicher deckt die Anlage etwa 30 % des Verbrauchs direkt, also 1.650 kWh. Mit 10 kWh Speicher steigt die Autarkie erfahrungsgemäß auf rund 70 %, das sind 3.850 kWh – davon laufen 2.200 kWh über die Batterie. Einen geprüften Round-Trip-Wirkungsgrad veröffentlicht Anker nicht, deshalb rechnen wir mit einer klar gekennzeichneten Annahme von 90 %: Für 2.200 kWh Entnahme musst du 2.444 kWh einladen. Bei 37,0 ct/kWh Haushaltsstrom und 7,70 ct/kWh Einspeisevergütung ergibt das:
- Eigenverbrauch: 3.850 kWh × 37,0 ct = 1.424,50 €
- Einspeisung: 9.500 − 1.650 − 2.444 = 5.406 kWh × 7,70 ct = 416,26 €
- Jahresnutzen: rund 1.841 € bei etwa 244 Vollzyklen
Dieselbe Anlage ohne Speicher käme auf 610,50 € Ersparnis plus 604,45 € Einspeisung, zusammen 1.215 €. Der Speicher bringt also rund 626 € im Jahr zusätzlich.
Und jetzt der Punkt, den keine Produktseite verrät: Jedes Akkumodul liefert maximal 3 kW Lade- und Entladeleistung. Mit zwei Modulen sind das 6 kW – genug für Herd, Waschmaschine und Wärmepumpe gleichzeitig, aber nicht genug für eine 11-kW-Wallbox aus der Batterie. Die 10 kW Notstromleistung erreichst du erst mit vier Modulen (12 kW). Wer Notstrom als Hauptargument kauft, steigt deshalb besser bei 20 kWh ein.
Strangauslegung: passen 20 AIKO-Module an zwei MPPT?
Das AIKO Neostar 2S+ 500 W (A500-MAH60Db) liefert 45,02 V Leerlaufspannung, 37,90 V MPP-Spannung, 14,05 A Kurzschluss- und 13,21 A MPP-Strom. Zwei Strings à 10 Module ergeben 450,2 V unter Standardbedingungen; weil die Spannung mit −0,22 %/°C steigt, sind es bei −10 °C rund 485 V – weit unter den 950 V des MPP-Bereichs. Rechnerisch wären bis zu 19 Module je String möglich. Auch der Strom passt: 13,21 A liegen unter den 16 A je Tracker, 14,05 A Kurzschlussstrom unter den zulässigen 20 A. Das Set ist sauber ausgelegt und hat Luft nach oben – die Einschränkung bleibt die Stringzahl.
Installation, Anmeldung und die 60-%-Regel
Ein 10-kWp-Hybridsystem ist Sache einer Elektrofachkraft. Für Montage und Elektroinstallation solltest du 3.500 bis 6.000 € einplanen; im Setpreis ist das nicht enthalten. Der Netzbetreiber muss vor Inbetriebnahme zustimmen, binnen eines Monats danach trägst du Anlage und Speicher im Marktstammdatenregister ein. Ein zentraler NA-Schutz nach VDE-AR-N 4105:2026-03 wird erst ab 30 kVA fällig – bei 11 kVA genügt der integrierte.
Wichtig für Neuanlagen: Seit dem 25.02.2025 gilt das Solarspitzengesetz. Anlagen ab 2 kWp ohne intelligentes Messsystem dürfen nur 60 % ihrer installierten Leistung einspeisen; ab 7 kW baut der Messstellenbetreiber das Messsystem ohnehin ein, und sobald Smart Meter und Steuerbox laufen, entfällt die Kappung. Dein Eigenverbrauch ist nie betroffen – gekappter Strom landet im Speicher statt im Netz, weshalb die Kombination aus 10 kWp und Batterie die Regel weitgehend entschärft. In Viertelstunden mit negativem Börsenpreis entfällt die Vergütung, die Zeiträume werden nach 20 Jahren hinten angehängt. Weil der Speicher mehr als 4,2 kW aus dem Netz ziehen kann, fällt er zudem unter § 14a EnWG: Der Netzbetreiber darf notfalls auf 4,2 kW drosseln, dafür bekommst du reduzierte Netzentgelte.
App, Kompatibilität und Zubehör
Gesteuert wird über die Anker-App mit WLAN, Bluetooth und Ethernet, 4G optional; Anker nennt sechs Energiemodi und eine Kopplung zum eigenen EV-Charger. Für die Eigenverbrauchsregelung braucht das System einen Smart Meter mit drei Stromwandlern – bei Systempaketen anderer Händler liegt der bei, in der Lieferumfangsliste unseres Sets taucht er bislang nicht auf. Kläre das vor der Bestellung ab, ebenso Sockel, Abdeckung und WLAN-Dongle. Fremdspeicher unterstützt der X1 nicht.
Vergleich mit drei Alternativen aus unserem Sortiment
Alle vier Sets liefern rund 10 kWp, unterscheiden sich aber bei Speicherkonzept und Preis. Angegeben ist jeweils die Konfiguration mit etwa 10 kWh Speicher.
| Set | Module | Wechselrichter | Speicher | Preis |
|---|---|---|---|---|
| 10 kWp mit Anker SOLIX X1 | 20× AIKO 500 W Full Black | X1-H10K-T, 10 kW, 2 MPPT | 10 kWh (2× X1-B5-H) | 7.096,80 € |
| 10,19 kWp mit Anker SOLIX X1 | 21× AIKO Neostar 3S+ 485 W | X1-H10K-T, 10 kW, 2 MPPT | 10 kWh (2× X1-B5-H) | 7.838,62 € |
| 10 kWp mit Deye SUN-10K | 20× AIKO 500 W Full Black | Deye SUN-10K-SG05LP3-EU | 10,24 kWh Niedervolt | 4.719,00 € |
| 10 kWp mit Sungrow SH10T | 15× AIKO STELLAR 670 W | Sungrow SH10T, 3 MPPT | 10 kWh Sungrow SBH100 | 6.699,00 € |
Das Deye-Set ist mit Abstand das günstigste, setzt aber auf Niedervolt-Speicher. Das Sungrow-Set punktet mit drei MPP-Trackern und 670-W-Modulen – die bessere Wahl auf komplizierten Dächern, nachzulesen im Test des 10-kWp-Sets mit Sungrow SH10T und SBH100. Die 485-W-Variante des X1-Sets kostet 742 € mehr für 190 Wp zusätzlich; sie lohnt fast nur, wenn dein Dach die 24,3 % Wirkungsgrad wirklich braucht. Alternativen im Detail: Test des Sungrow SBH150 und Test des Fronius Symo GEN24 10.0 Plus-SC.
Preis-Leistung und Amortisation
Rechnen wir das Set auseinander: Die 20 AIKO-Module kosten einzeln rund 1.800 €, für Speichersystem, 100-m-Solarkabel und sechs Steckersets bleiben also etwa 5.300 €. Im freien Markt bekommst du Power-Modul und Akkumodul für je rund 1.498 €, zusammen mit Kabel und Steckern also etwa 4.700 €. Unser Set liegt damit rund 13 % über der Summe der günstigsten Einzelangebote – dafür kommt alles abgestimmt und in einer Lieferung.
Bei 1.841 € Jahresnutzen amortisiert sich die Hardware in 3,9 Jahren. Mit 3.500 bis 6.000 € für Montage und Elektroinstallation landest du bei 10.597 bis 13.097 € Gesamtinvestition und damit bei 5,8 bis 7,1 Jahren – ein guter Wert für ein dreiphasiges Hybridsystem mit Notstrom.
Spannender ist die richtige Speichergröße. Der Sprung von 5 auf 10 kWh kostet 1.771,11 €, hebt die Autarkie von etwa 55 auf 70 % und bringt rund 825 kWh mehr Eigenverbrauch, also 242 € im Jahr – Amortisation: 7,3 Jahre. Das zweite Akkumodul rechnet sich also langsamer als das erste und lohnt vor allem mit Blick auf Notstrom oder Wärmepumpe. Die 7,70 ct/kWh gelten übrigens für Inbetriebnahmen bis 31.01.2027; die EEG-Novelle vom 24.09.2026 sieht den Wegfall der festen Vergütung für Neuanlagen vor, ist aber noch kein geltendes Recht.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Power-Modul | Anker SOLIX X1-H10K-T, dreiphasig |
| AC-Nennleistung / Scheinleistung | 10 kW / 11 kVA |
| Notstrom (Off-Grid) | 10 kW, 10,5 kVA, 20 kVA Spitze für 10 s |
| Umschaltzeit | < 10 ms |
| Max. PV-Eingangsleistung | 20 kW (200 % Oversizing) |
| MPP-Tracker / Strings | 2 Tracker, je 1 String |
| MPP-Bereich / max. Systemspannung | 140–950 V / 1.000 V |
| Max. Strom / Kurzschlussstrom je Tracker | 16 A / 20 A |
| Wirkungsgrad | 98,1 % max., 97,4 % europäisch |
| Batteriespannung Wechselrichter | 350–450 V |
| Akkumodul | X1-B5-H, 5 kWh nutzbar, LiFePO₄, 350–550 V |
| Leistung je Akkumodul | 3 kW laden / entladen (7,6 A) |
| Kapazität System | 5–30 kWh (bis 6 Module), bis 180 kWh parallel |
| Abmessungen Power-Modul / Akkumodul | 670 × 450 × 150 mm / 670 × 360 × 150 mm |
| Gewicht | 30 kg / 51 kg je Akkumodul |
| Schutzart / Geräusch | IP66, C5-M / ≤ 30 dB |
| Betriebstemperatur | −25…+60 °C (Wechselrichter), −20…+55 °C (Akku) |
| Kommunikation | WLAN, Bluetooth, Ethernet, 4G optional |
| Garantie | 10 Jahre, 80 % Restkapazität, 13,17 MWh bzw. 6.000 Zyklen je Modul |
| Solarmodul im Set | AIKO A500-MAH60Db, 500 W, 22,6 %, Voc 45,02 V, Isc 14,05 A, 26,5 kg |
Quelle: Anker SOLIX X1 Datenblatt für das dreiphasige Hybrid-Speichersystem sowie AIKO-Datenblatt Neostar 2S+60.
Pro und Contra
Dafür spricht:
- Außergewöhnlich kompakt: 15 cm Bautiefe, IP66 und C5-M erlauben die Außenaufstellung.
- Werkzeugloses Stapeln ohne Kabel zwischen den Akkus, Erweiterung bis 30 kWh jederzeit möglich.
- 20 kW PV-Eingang bei 10 kW AC – 200 % Oversizing sind mehr, als die meisten Hybridwechselrichter zulassen.
- Notstrom mit unter 10 ms Umschaltzeit und 20 kVA Spitze für 10 Sekunden.
- Mit ≤ 30 dB deutlich leiser als typische Geräte dieser Leistungsklasse.
- 10 Jahre Garantie mit 80 % Restkapazität – über dem branchenüblichen Niveau von 70 %.
Dagegen spricht:
- Nur zwei MPP-Tracker mit je einem String: höchstens zwei Dachausrichtungen ohne Zusatztechnik.
- 3 kW je Akkumodul – volle 10 kW Notstrom erst ab vier Modulen, die 5-kWh-Variante liefert nur 3 kW.
- Die Durchsatzgrenze von 13,17 MWh je Modul entspricht rund 2.634 Vollzyklen; die beworbenen 6.000 Zyklen sind in der Garantie nicht erreichbar.
- Anker veröffentlicht weder Round-Trip-Wirkungsgrad noch Standby-Verbrauch des Speichers – unsere Rechnung arbeitet deshalb mit einer Annahme.
- Unabhängige Labormessungen zum X1 gibt es bislang nicht, nur Anwenderberichte.
- 51 kg je Akkumodul und rund 243 kg für einen 20-kWh-Turm verlangen eine geplante Stellfläche.
- Rund 13 % über der Summe der günstigsten Einzelangebote; der Lieferumfang nennt weder Smart Meter noch Sockel und Abdeckung.
Fazit: für wen sich das Set lohnt
Der Anker SOLIX X1 ist kein Nischenprodukt für Anker-Fans, sondern ein technisch ernst zu nehmender dreiphasiger Hybridspeicher – mit einer Bauform, die ihn überall dort ins Spiel bringt, wo kein Technikraum frei ist. 200 % DC-Oversizing, 98,1 % Wirkungsgrad, unter 10 ms Umschaltzeit und 80 % garantierte Restkapazität sind eine starke Kombination.
Empfehlen würden wir das PV-Komplettset 10 kWp mit Anker SOLIX X1-H10K-T dem Einfamilienhaus mit ein oder zwei Dachflächen, 5.000 bis 7.000 kWh Verbrauch und dem Wunsch nach echtem Notstrom – mit mindestens 10 kWh, besser 20 kWh, weil erst dann Wechselrichter und Batterie zusammenpassen. Bei drei Dachausrichtungen ist das Sungrow-Set die bessere Wahl, beim knappen Budget das Deye-Set. Weitere Konfigurationen findest du in den PV-Komplettsets, das Anker-Programm unter Anker SOLIX, Module unter Solarmodule und weitere Speicher unter PV-Batteriespeicher.
Häufige Fragen zum Anker SOLIX X1
Was kostet der Anker SOLIX X1 mit 10 kWh?
Als PV-Komplettset mit 20 AIKO-Modulen (10 kWp), dem Power-Modul X1-H10K-T und zwei Akkumodulen kostet das System bei uns 7.096,80 €. Ohne Module liegen Power-Modul und zwei Akkus im Fachhandel bei rund 4.500 €, dazu kommen 3.500 bis 6.000 € Installation.
Wie viel Leistung liefert der Anker SOLIX X1 bei Stromausfall?
Das Power-Modul leistet im Notstrombetrieb 10 kW dreiphasig, kurzzeitig 20 kVA für zehn Sekunden, und schaltet in unter 10 ms um. Entscheidend ist die Batterie: Jedes Akkumodul liefert nur 3 kW, die vollen 10 kW stehen erst ab vier Modulen beziehungsweise 20 kWh zur Verfügung.
Wie viele Solarmodule passen an den X1-H10K-T?
Der Wechselrichter nimmt bis zu 20 kW PV-Leistung auf und hat zwei MPP-Tracker mit je einem String. Mit dem AIKO-500-W-Modul sind rechnerisch bis zu 19 Module je String möglich, begrenzt durch die 950 V im MPP-Bereich. Das Set nutzt 2 × 10 Module.
Welchen Wirkungsgrad hat der Anker SOLIX X1?
Anker gibt für das Power-Modul 98,1 % maximalen und 97,4 % europäisch gewichteten Wirkungsgrad an. Einen Round-Trip-Wirkungsgrad für den Weg Solarstrom–Batterie–Haushalt veröffentlicht der Hersteller nicht; in unserer Rechnung setzen wir dafür 90 % als Annahme an.
Wie lange hält der Anker SOLIX X1 und was deckt die Garantie ab?
Anker gibt zehn Jahre Garantie auf Power- und Akkumodule und sichert mindestens 80 % der ursprünglichen Kapazität zu. Die Garantie endet, sobald ein Akkumodul 13,17 MWh Energiedurchsatz oder 6.000 Ladezyklen erreicht – je nachdem, was zuerst eintritt. 13,17 MWh entsprechen bei 5 kWh rund 2.634 Vollzyklen.
Muss ich das Set beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister anmelden?
Ja, beides. Der Netzbetreiber muss vor der Inbetriebnahme zustimmen, das übernimmt in der Regel der Installateur. Anlage und Speicher trägst du innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister ein – ohne Eintrag entfällt der Anspruch auf Einspeisevergütung.
Kann ich den Anker SOLIX X1 später erweitern?
Ja. Der Turm nimmt bis zu sechs Akkumodule und damit 30 kWh auf, gestapelt wird werkzeuglos. Auf der PV-Seite ist bis 20 kW Modulleistung Luft, und bis zu sechs Systeme lassen sich parallel schalten. Fremdspeicher unterstützt der X1 nicht.


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