Produktbeschreibung

Fronius Verto Plus 17.5 – 17,5 kW, wenn 15 kW zu knapp und 20 kW zu viel sind

Es gibt Dächer, die passen nicht in die runden Leistungsstufen. Eine Halle mit 26 kWp belegter Fläche ist beim 15.0 zu stark gekappt und beim 20.0 unnötig teuer erkauft. Der Verto Plus 17.5 schließt genau diese Lücke.

17.500 W gibt er dreiphasig ans Netz ab, bis 26.250 Wpeak darfst du an Modulen anschließen. Damit bleibt die für Gewerbedächer übliche Überbelegung von rund 50 Prozent erhalten, ohne dass du in die nächste Gerätegröße wechseln musst.

Wie alle Verto Plus ist er ein Hybrid-Wechselrichter: Er speist ein und kann zusätzlich einen Batteriespeicher direkt auf der Gleichstromseite laden und entladen. Der Speicher darf Jahre später dazukommen, der Anschluss ist ab Werk vorhanden.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 17.500 W dreiphasige Einspeisung, bis 26.250 Wpeak Modulleistung anschließbar
  • Drei vollwertige MPP-Tracker mit je 28 A – auch für drei unterschiedlich ausgerichtete Dachflächen
  • Dreiphasiges Full Backup mit 17.500 VA, kurzzeitig 30.000 VA für große Anlaufströme
  • Batterieanschluss ab Werk: bis 26.250 W Ladeleistung, 17.500 W Entladeleistung
  • Lichtbogenerkennung Arc Guard nach IEC 63027 serienmäßig aktivierbar
  • Überspannungsschutz DC Typ 1+2 und AC Typ 2 bereits integriert
  • Maximaler Wirkungsgrad 98,06 %, europäischer Wirkungsgrad 97,54 %
  • WLAN, LAN, Datenlogger und Webserver an Bord – Solar.web und Modbus ohne Zusatzhardware
  • IP66 und −25 bis +60 °C, freigegeben für Innen- und Außenmontage
  • Gefertigt in Österreich

Anschluss und Einbindung ins Gebäude

Die Modulstränge werden über Stäubli-MC4-Stecker aufgelegt, zwei Anschlüsse je MPP-Tracker. Der Batteriestrang läuft über einen separaten DC-Eingang mit MC4-Evo-Stor-Kontakten. Netzseitig geht es dreiphasig über eine M32-Verschraubung in die Verteilung; zugelassen sind Kupfer- und Aluminiumleiter von 4 bis 35 mm².

Ein Fronius Smart Meter am Übergabepunkt ist praktisch Pflicht. Er meldet dem Wechselrichter über RS-485, wie viel Strom das Gebäude gerade zieht. Erst damit lassen sich Eigenverbrauch optimieren, ein Speicher sinnvoll fahren und eine vom Netzbetreiber vorgegebene Einspeisegrenze dynamisch einhalten. Er gehört nicht zum Lieferumfang.

Auslegung mit drei Trackern und dem 13-kW-Deckel

Der Verto Plus 17.5 hat drei MPP-Tracker – jeweils eine eigene Regelung, die eine Modulgruppe auf ihren optimalen Arbeitspunkt zieht. Jeder verträgt 28 A und je Strang ebenfalls 28 A, du kannst also auch mit nur einem Strang pro Tracker die volle Stromstärke nutzen.

Die entscheidende Grenze bei der Aufteilung: Ein einzelner Tracker gibt höchstens 13.000 W an den Wechselrichter weiter und darf mit maximal 20.000 Wpeak belegt werden. Wer 26.250 Wpeak insgesamt verbaut, verteilt sie also sinnvoll auf mindestens zwei, besser drei Tracker. Bei Nennleistung liegt das nutzbare Spannungsfenster zwischen 245 und 870 V.

Was Full Backup leistet und was es voraussetzt

Mit Speicher versorgt der Verto Plus 17.5 bei Netzausfall das gesamte Gebäude dreiphasig weiter: 17.500 VA dauerhaft, bis zu 30.000 VA für maximal zehn Sekunden. Je Phase stehen 7.300 VA zur Verfügung, und der Wechselrichter verkraftet dabei eine ungleichmäßige Belastung der Phasen von 25 A, kurzzeitig 32 A – im Notstrombetrieb der Normalfall, weil selten alle drei Phasen gleich stark gefragt sind.

Nötig sind dafür ein Batteriespeicher und eine externe Netzumschalteinrichtung, die das Gebäude vom öffentlichen Netz trennt. Beides ist nicht im Lieferumfang. Die Umschaltung dauert etwa 11 Sekunden; empfindliche Steuerungstechnik braucht daher weiterhin eine eigene unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Speicher, Sicherheit und Anmeldung

Am Batterieeingang sind 50 A bei 150 bis 700 V zulässig. Der 17.5 lädt mit bis zu 26.250 W und entlädt mit bis zu 17.500 W. Freigegeben sind Fronius Reserva und Reserva Pro sowie BYD Battery-Box HVM, HVS, HVM+, HVS+ und HVB.

Ab Werk sind Lichtbogenerkennung (Arc Guard, nach IEC 63027), DC-Isolationsmessung, DC-Trennschalter, Verpolungsschutz und ein Überspannungsschutz für DC und AC eingebaut – Komponenten, die sonst einzeln im Verteiler landen. Anschluss und Inbetriebnahme bleiben Sache einer Elektrofachkraft, und die Anlage wird beim Netzbetreiber angemeldet sowie im Marktstammdatenregister eingetragen.

Auf einen Blick

AC-Nennleistung 17.500 W
Max. PV-Generatorleistung 26.250 Wpeak
MPP-Tracker 3, je 28 A

Hinweis: Speicher, Smart Meter und Netzumschalteinrichtung sind nicht im Lieferumfang. Ob für die Anlage die VDE-AR-N 4105 oder das aufwendigere Verfahren nach VDE-AR-N 4110 gilt, hängt von der Anschlussleistung am Übergabepunkt ab – das klärt der Netzbetreiber vor der Bestellung.


Technische Daten: Fronius – Datenblatt Fronius Verto Plus 15.0 - 33.3 kW (DE) (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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