Ein Balkonkraftwerk 1000W mit Speicher im Test klingt erst einmal nach einer einfachen Rechnung: zwei Module aufs Geländer, Speicher daneben, fertig. In der Praxis entscheidet aber nicht die Modulleistung darüber, wie viel am Ende auf der Stromrechnung ankommt – sondern was mit dem Strom passiert, den du mittags erzeugst und erst abends brauchst. Genau an dieser Stelle setzt das Set aus zwei bifazialen Jolywood-Modulen mit je 500 W und dem Conow Lyra 2500 Pro an.

Der Lyra 2500 Pro ist kein reiner Akku, sondern ein All-in-One-Gerät: Batterie, bidirektionaler Wechselrichter, vier MPPT-Solareingänge und ein Notstromausgang stecken in einem Gehäuse von der Grundfläche eines DIN-A4-Blattes. Die Module gehen per MC4 direkt hinein, das Netzkabel in die Steckdose. Damit fällt das getrennte Paar aus Mikrowechselrichter und Nachrüstspeicher weg, das viele Balkonanlagen sonst brauchen.

Wir haben uns das Set für 899 Euro angesehen: was Datenblatt und Herstellerangaben hergeben, was davon im Alltag übrig bleibt und wo Daten fehlen. Am Ende steht eine Ertragsrechnung mit offengelegtem Rechenweg, keine Wunschzahlen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was im Set steckt: 2 × Jolywood 500 W (N-Typ TOPCon, bifazial, Glas-Glas), 1 × Conow Lyra 2500 Pro mit 2.560 Wh, AC-Anschlusskabel – ab 899 Euro.
  • Vier getrennte MPPT-Regler nehmen bis zu 2.400 W Modulleistung auf. Die beiden mitgelieferten Module belegen davon nur 1.000 W, es bleibt also Reserve für eine spätere Erweiterung.
  • Notstrom ist eingebaut: 1.500 W dauerhaft, 3.000 W Spitze, Umschaltzeit unter 10 ms – allerdings nur an der Gerätesteckdose, nicht im ganzen Haus.
  • Realistische Ersparnis: rund 275 Euro pro Jahr bei aufgeständerter Südmontage, rund 185 Euro bei senkrechter Balkonmontage. Rechenweg weiter unten.
  • Ehrlich benannte Schwächen: 28,5 kg Gewicht, Smart Meter für echte Nulleinspeisung nicht im Lieferumfang, und Conow veröffentlicht weder Standby-Verbrauch noch geprüfte Wirkungsgradkurven.

So ist dieser Test entstanden

Damit klar ist, was du hier liest: Dies ist kein Labortest mit eigenen Messgeräten, wir geben keine Testnote aus. Grundlage sind die offiziellen Herstellerangaben von Conow und Jolywood, die Datenblätter der Komponenten, Angaben aus dem deutschen Fachhandel und die geltenden Regeln für Steckersolargeräte. Wo Quellen sich widersprechen oder Werte fehlen, schreiben wir das hin, statt eine Zahl zu erfinden. Die Ertragsrechnung ist eine Modellrechnung mit offengelegten Annahmen – du kannst jeden Schritt mit deinen Werten nachrechnen.

Für wen sich das Balkonkraftwerk 1000W mit Speicher im Test als sinnvoll erweist

Dieses Set ist für Haushalte gedacht, die tagsüber wenig und abends viel Strom brauchen – also für fast jeden Berufstätigen. Ohne Speicher landet der Mittagsstrom größtenteils im Netz, praktisch ohne Gegenwert; der Lyra 2500 Pro fängt ihn auf und gibt ihn abends wieder ab. Weil der Wechselrichter im Speicher sitzt, entfällt außerdem der separate Mikrowechselrichter, und IP65 plus −20 bis +55 °C erlauben den ganzjährigen Betrieb draußen.

Weniger passend ist das Set, wenn du eine Wärmepumpe, einen Durchlauferhitzer oder ein E-Auto versorgen willst. 2,56 kWh decken die abendliche Grundlast, nicht mehr. Wer in diese Richtung denkt, ist mit einem Hausspeicher aus der Kollektion Stromspeicher besser bedient.

Aufbau und Technik: was im Set steckt

Die beiden Jolywood-Module mit 500 W sind N-Typ-TOPCon-Doppelglasmodule. Bifazial heißt: Die Rückseite erzeugt zusätzlich Strom aus reflektiertem Licht – Jolywood nennt einen Bifazialitätsfaktor von 80 Prozent, der reale Mehrertrag hängt aber am Untergrund und fällt auf einem dicht aufliegenden Ziegeldach praktisch weg. Modulwirkungsgrad 22,5 Prozent, Temperaturkoeffizient −0,28 Prozent je Grad, Maße 1.960 × 1.134 × 30 mm bei 27,3 kg je Modul.

Der Conow Lyra 2500 Pro bringt 2.560 Wh LiFePO₄ mit, ausgelegt auf über 6.000 Ladezyklen bei 25 °C. Auf der Solarseite arbeiten vier unabhängige MPPT-Regler mit zusammen 2.400 W im Bereich von 16 bis 60 V. Das ist der eigentliche technische Vorteil gegenüber einfacheren Balkonspeichern: Verschattet ein Geländerpfosten am Morgen ein Modul, ziehen die anderen drei weiter volle Leistung – und du darfst bewusst mischen, zwei Module nach Osten, zwei nach Westen.

Der Wechselrichter arbeitet bidirektional mit 1.500 W Dauerleistung und 3.000 W Spitze: Er speist nicht nur ein, sondern lädt den Akku auch aus dem Netz – mit dynamischem Stromtarif also nachts günstig laden, abends teuer entladen. Ins Hausnetz gibt das Gerät maximal 800 W ab; das ist die gesetzliche Grenze, keine Grenze der Hardware.

Zum Notstrom gehört eine Einordnung, die viele Produktseiten schuldig bleiben: Der Ausgang liefert bis zu 1.500 W und schaltet laut Hersteller in unter 10 ms um – versorgt werden aber ausschließlich Geräte, die direkt an dieser Steckdose hängen. Das Hausnetz bleibt bei einem Stromausfall dunkel.

Conow Lyra 2500 Pro Balkonspeicher mit 2.560 Wh und vier MPPT-Eingängen im Test

Leistung im Alltag: die Ertragsrechnung mit offenem Rechenweg

Wir rechnen den Standardfall: 1.000 Wp aufgeständert im Garten oder auf einem Flachdach, Südausrichtung, rund 30 Grad Neigung. Als Ertragsannahme setzen wir 900 kWh je kWp an – ein üblicher Mittelwert für Deutschland, die Spanne reicht je nach Standort von 850 bis 1.000 kWh/kWp.

  • Schritt 1 – Jahresertrag: 1,0 kWp × 900 kWh/kWp = 900 kWh im Jahr.
  • Schritt 2 – Direktverbrauch: Rund 35 Prozent werden sofort im Haushalt verbraucht, ohne Umweg über den Akku: 315 kWh.
  • Schritt 3 – über den Speicher: Etwa 50 Prozent der Erzeugung wandern in den Akku, also 450 kWh. Bei 94,8 Prozent Systemwirkungsgrad (Herstellerangabe zur Lyra-Serie) kommen davon 427 kWh wieder heraus.
  • Schritt 4 – Rest: Die verbleibenden rund 135 kWh fließen an sonnigen Tagen mit vollem Akku ins Netz. Für Steckersolargeräte ist das in der Praxis Strom ohne Gegenwert, deshalb rechnen wir ihn mit 0 Euro.
  • Schritt 5 – Ersparnis: 315 + 427 = 742 kWh selbst genutzt. Bei 37,0 ct/kWh (BDEW-Strompreisanalyse 2026) ergibt das rund 275 Euro im Jahr.

Zwei Dinge fallen auf: Der Akku wird mit rund 190 Vollzyklen im Jahr beansprucht – bei über 6.000 zugesicherten Zyklen läuft die Garantie lange vor der Zellchemie aus. Und die 800-W-Grenze kostet hier kaum Ertrag, weil überschüssige Leistung nicht abgeregelt wird, sondern in den Akku geht; ohne Speicher ist das anders.

Steht die Anlage senkrecht am Balkongeländer, sind eher 550 bis 650 kWh im Jahr realistisch. Mit 600 kWh, 40 Prozent Direktverbrauch und 45 Prozent über den Speicher kommst du auf rund 496 kWh Eigenverbrauch und etwa 185 Euro im Jahr. Beides sind Modellrechnungen – dein Verbrauchsprofil verschiebt sie in beide Richtungen.

Installation und Anmeldung

Die Montage ist unspektakulär: Module befestigen, MC4-Stecker in den Speicher, AC-Kabel in die Steckdose. Der Speicher wiegt allerdings 28,5 kg und braucht einen tragfähigen, ebenen Standplatz. Eine Halterung für Balkon, Garten, Flach- oder Schrägdach kostet im Set 80 Euro Aufpreis, das AC-Kabel gibt es in 3 oder 15 Metern.

Rechtlich gilt: Ein Steckersolargerät darf 800 VA ins Hausnetz abgeben, die Modulleistung darf bis 2.000 Wp betragen. Mit 1.000 Wp bleibt dieses Set klar darunter, die 2000-W-Variante liegt exakt auf der Grenze. Die Anmeldung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ist Pflicht, kostenlos und selbst erledigt; eine separate Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt seit Mai 2024. Den Normenstand führt die Verbraucherzentrale. Mieter und Wohnungseigentümer haben seit Oktober 2024 einen privilegierten Anspruch auf die Installation.

Oft übersehen: §14a EnWG betrifft steuerbare Verbrauchseinrichtungen ab 4,2 kW Netzanschlussleistung. Der Lyra 2500 Pro lädt mit maximal 1.500 W aus dem Netz und fällt nicht darunter – weder Steuerbox noch Modul-1-Entgelt sind nötig.

Kompatibilität und App

Die Steuerung läuft über die Conow-App per WLAN oder Bluetooth LE, dazu RS485. Das Energiemanagement wirbt mit KI-gestützter Planung und über 1.000 unterstützten Tarifmodellen. Wie gut diese Automatik im Alltag trifft, lässt sich aus Datenblättern nicht beurteilen – unabhängige Langzeittests zur Pro-Variante gibt es bislang nicht.

Praktisch relevanter ist die offene Anbindung: Conow nennt Tuya, Home Assistant und Shelly als kompatible Ökosysteme – bei Balkonspeichern keineswegs selbstverständlich. Über AirMesh lassen sich bis zu zehn Geräte koppeln; zwei Lyra parallel ergeben 5.120 Wh und 2.400 W im Inselbetrieb.

Für echte Nulleinspeisung brauchst du zusätzlich einen Smart Meter – der ist nicht im Lieferumfang. Ohne ihn arbeitet das Gerät mit einem festen Abgabewert aus der App: funktioniert, lässt aber Ertrag liegen. Das Prinzip erklären wir im Ratgeber Nulleinspeisung beim Balkonkraftwerk.

Vergleich mit drei Alternativen aus unserem Sortiment

Merkmal 1000W + Lyra 2500 Pro (getestet) 2000W + Lyra 2500 Pro 1000W + Marstek B2500-D 1000W ohne Speicher
Preis ab 899,00 € 1.099,00 € 549,99 € 299,99 €
Modulleistung 1.000 Wp (2 Module) 2.000 Wp (4 Module) 1.000 Wp (2 Module) 1.000 Wp (2 Module)
Speicher 2.560 Wh LiFePO₄ 2.560 Wh LiFePO₄ 2.240 Wh LFP keiner
Wechselrichter im Speicher integriert, 1.500 W im Speicher integriert, 1.500 W Marstek MI800, 800 W separat Marstek 800 W separat
MPPT-Regler 4 4 separat im Speicher 2 (Wechselrichter)
Notstromausgang ja, 1.500 W / 3.000 W Spitze ja, 1.500 W / 3.000 W Spitze nein nein
Netzladen möglich ja, bidirektional ja, bidirektional nein nein
Smart Meter enthalten nein nein ja (Marstek CT002) nein

Die Einordnung: Das 2000W-Set mit demselben Speicher kostet 200 Euro mehr und verdoppelt die Modulfläche – sinnvoll, sobald der Platz da ist, weil der Akku dann auch im Herbst noch voll wird. Das Set mit dem Marstek B2500-D ist 349 Euro günstiger und bringt den Smart Meter mit, verzichtet aber auf Notstrom und Netzladen. Das Set ohne Speicher dient als Referenz für die Frage, was der Akku überhaupt bringt. Alle Varianten stehen in der Kollektion Balkonkraftwerk mit Speicher und der Kollektion Balkonkraftwerk 1000 Watt.

Preis-Leistung und Amortisation

Zuerst der ehrliche Blick auf den Setpreis: Einzeln kostet der Lyra 2500 Pro bei uns 699,99 Euro, ein Jolywood-Modul 84,00 Euro – zusammen 867,99 Euro. Das Set liegt mit 899,00 Euro also 31 Euro darüber, enthält dafür das AC-Anschlusskabel und kommt in einer Lieferung. Im deutschen Handel wird der Lyra 2500 Pro zwischen 639 und 699 Euro gelistet; unser Einzelpreis liegt am oberen Rand dieser Spanne.

Jetzt die Amortisation, wieder mit offenem Rechenweg:

  • Komplettsystem: 899 Euro ÷ 275 Euro Jahresersparnis = 3,3 Jahre (aufgeständert, Südausrichtung).
  • Senkrechte Balkonmontage: 899 Euro ÷ 185 Euro = 4,9 Jahre.
  • Nur der Speicheranteil: Das Set ohne Speicher kostet 299,99 Euro und spart rund 98 Euro im Jahr (30 Prozent Eigenverbrauch von 880 kWh). Der Speicher kostet 599 Euro mehr und bringt 177 Euro mehr – 3,4 Jahre.

Über die zehn Jahre Garantiezeit stehen im Standardfall rund 2.750 Euro Ersparnis gegen 899 Euro Anschaffung. Solide, aber keine Sensation – und die Rechnung kippt spürbar, wenn die Module senkrecht hängen oder du abends kaum Strom brauchst.

Technische Daten

Modulleistung Set 1.000 Wp (2 × Jolywood 500 W)
Modultyp N-Typ TOPCon, bifazial, Glas-Glas, 22,5 % Wirkungsgrad
Modulmaße / Gewicht 1.960 × 1.134 × 30 mm / 27,3 kg je Modul
Speicherkapazität 2.560 Wh, parallel auf 5.120 Wh erweiterbar
Zellchemie LiFePO₄ (LFP), 25,6 V / 100 Ah
Zyklen über 6.000 bei 25 °C
Solareingang 4 unabhängige MPPT, zusammen 2.400 W, 16–60 V, MC4
Wechselrichter bidirektional, 1.500 W dauerhaft, 3.000 W Spitze
Einspeisung ins Hausnetz 800 W (deutsche Grenze für Steckersolargeräte)
Notstrom / Inselbetrieb 1.500 W, 2.400 W im Parallelbetrieb, Umschaltzeit < 10 ms
Systemwirkungsgrad 94,8 % (Herstellerangabe zur Lyra-Serie)
Spannung / Frequenz 230 V / 50 Hz
Schutzart IP65
Betriebstemperatur −20 bis +55 °C
Abmessungen / Gewicht Speicher 260 × 445 × 250 mm / 28,5 kg
Konnektivität WLAN, Bluetooth LE, RS485; Tuya, Home Assistant, Shelly
Garantie Speicher 10 Jahre

Pro und Contra

Dafür spricht:

  • Vier getrennte MPPT-Regler mit 2.400 W Reserve – Ost-West-Belegung und spätere Erweiterung ohne Zusatzgerät.
  • Wechselrichter, Akku und Steuerung in einem Gehäuse, kein separater Mikrowechselrichter nötig.
  • Bidirektionales Laden macht dynamische Stromtarife nutzbar – in dieser Preisklasse selten.
  • Notstromausgang mit 1.500 W und Umschaltzeit unter 10 ms ist eingebaut.
  • IP65 und −20 bis +55 °C, Stellfläche nur etwa DIN A4.
  • Offene Smart-Home-Anbindung über Tuya, Home Assistant und Shelly.

Dagegen spricht:

  • 28,5 kg Gewicht – Aufstellen ist Zwei-Personen-Arbeit.
  • Notstrom versorgt nur die Gerätesteckdose, nicht das Hausnetz.
  • Für echte Nulleinspeisung fehlt der Smart Meter im Lieferumfang – das Marstek-Set bringt ihn mit.
  • Datenlücken: weder Standby-Verbrauch noch Geräuschpegel noch eine geprüfte Wirkungsgradkurve veröffentlicht. Die Leistung je MPPT-Kanal wird mit 600 bzw. 650 W unterschiedlich angegeben – offiziell bestätigt sind nur 2.400 W in Summe.
  • Unabhängige Messungen zur Pro-Variante fehlen; die 94,8 Prozent sind eine Herstellerangabe.
  • Das Set kostet 31 Euro mehr als seine Einzelteile im selben Shop.
  • 2,56 kWh reichen für die Grundlast, nicht für Wärmepumpe, Herd oder Wallbox.

Fazit: für wen sich das Set lohnt

Das Balkonkraftwerk 1000W mit Speicher und Conow Lyra 2500 Pro passt zu Mietern und Eigentümern mit 2.500 bis 4.500 kWh Jahresverbrauch, die abends zu Hause sind, eine sonnige Fläche zum Aufständern haben und ohne Elektriker starten wollen. Dann amortisiert es sich in gut drei Jahren und liefert danach weiter Ertrag – die Module sind mit 25 Jahren Produkt- und 30 Jahren linearer Leistungsgarantie abgesichert.

Wer Platz für vier Module hat, greift direkt zur 2000-W-Variante: Derselbe Speicher wird dann auch in der Übergangszeit voll, und 200 Euro Aufpreis sind die günstigste Ertragssteigerung im Set. Wer auf Notstrom und Netzladen verzichten kann, fährt mit der Marstek-Variante 349 Euro günstiger.

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Noch unschlüssig, ob sich ein Speicher lohnt? Das klärt der Ratgeber Balkonkraftwerk mit Speicher 2026, die Anmeldeschritte stehen in Balkonkraftwerk 800 Watt Regeln 2026, und einen direkten Konkurrenten haben wir im Test des Marstek Jupiter C Plus betrachtet. Technische Details liefert die Herstellerseite von Conow.

Häufige Fragen zum Balkonkraftwerk 1000W mit Speicher

Wie viel Strom spart ein Balkonkraftwerk mit 1.000 Wp und 2,56 kWh Speicher im Jahr?

Bei aufgeständerter Südmontage rechnen wir mit rund 900 kWh Jahresertrag, von denen etwa 742 kWh selbst genutzt werden. Bei 37,0 ct/kWh ergibt das rund 275 Euro Ersparnis im Jahr. Hängen die Module senkrecht am Balkongeländer, sinkt der Ertrag auf etwa 600 kWh und die Ersparnis auf rund 185 Euro.

Brauche ich für das Set einen Elektriker?

Für die steckerfertige Installation nicht: Module montieren, per MC4 in den Speicher stecken, AC-Kabel in die Steckdose. Eine Elektrofachkraft brauchst du erst, wenn ein Smart Meter im Zählerschrank eingebaut oder eine feste Einspeisesteckdose gesetzt werden soll.

Muss ich das Balkonkraftwerk anmelden?

Ja, die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ist Pflicht. Sie ist kostenlos und in wenigen Minuten online erledigt. Eine separate Anmeldung beim Netzbetreiber ist für Steckersolargeräte seit Mai 2024 nicht mehr nötig.

Darf ich später weitere Module anschließen?

Ja. Der Lyra 2500 Pro nimmt über vier MPPT-Regler bis zu 2.400 W Modulleistung auf, von denen das Set nur 1.000 W belegt. Beachte dabei die Grenze für Steckersolargeräte: Über 2.000 Wp Modulleistung verlässt die Anlage das vereinfachte Verfahren.

Was passiert bei einem Stromausfall?

Der Speicher schaltet in unter 10 ms auf seinen Notstromausgang um und liefert dort bis zu 1.500 W dauerhaft. Versorgt werden nur Geräte, die direkt an dieser Steckdose angeschlossen sind – das Hausnetz bleibt ohne Strom.

Fällt der Speicher unter §14a EnWG?

Nein. §14a EnWG greift bei steuerbaren Verbrauchseinrichtungen ab 4,2 kW Netzanschlussleistung. Der Lyra 2500 Pro lädt mit maximal 1.500 W aus dem Netz und liegt damit deutlich darunter.

Lohnt sich eher die 1000-W- oder die 2000-W-Variante?

Wenn Platz und Statik es hergeben, die 2000-W-Variante: Sie kostet 200 Euro mehr, verdoppelt aber die Modulfläche und füllt denselben Speicher auch im Frühjahr und Herbst zuverlässig. Die 1000-W-Variante ist die bessere Wahl bei begrenzter Fläche oder wenn du klein anfangen und später erweitern willst.

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