Produktbeschreibung

HUAWEI SmartGuard 63A-T0 – Ersatzstrom fürs ganze Haus statt für eine Steckdose

Die meisten Notstromlösungen versorgen bei einem Stromausfall genau einen abgetrennten Stromkreis. Kühlschrank umstecken, Verlängerungskabel durch den Flur, Heizung bleibt trotzdem aus. Für ein Haus mit Wärmepumpe und Homeoffice ist das keine brauchbare Lösung.

Der SmartGuard 63A-T0 sitzt zwischen Hausanschluss und Hausverteilung und trennt das Haus bei einem Netzausfall automatisch vom öffentlichen Netz. Danach versorgt die eigene Anlage die Hausinstallation weiter – dreiphasig, also auch Drehstromverbraucher wie Herd oder Wärmepumpe. Diese Trennung ist Pflicht: Die Anlage darf erst dann selbst Spannung aufbauen, wenn sie sicher vom Netz getrennt ist, sonst speist sie in eine Leitung ein, an der ein Monteur arbeitet.

Er ist dabei kein eigenständiges Notstromaggregat, sondern die Schaltstelle, die eine vorhandene HUAWEI-Anlage aus SUN2000-Wechselrichter und LUNA2000-Speicher überhaupt erst ersatzstromfähig macht.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • Backup für die ganze Hausinstallation statt für eine einzelne Notstromsteckdose
  • Dreiphasig mit 63 A – ausgelegt auf den typischen Hausanschluss im Einfamilienhaus
  • Umschaltung in die Ersatzstromversorgung in maximal 20 ms, Computer und Router laufen durch
  • Schwarzstartfähig: Die Anlage baut sich bei längerem Ausfall aus der Sonne selbst wieder auf
  • Integrierte EMMA-Steuerung verteilt die verfügbare Leistung im Inselbetrieb auf die Verbraucher
  • Steuert bis zu 14 SG-ready-Wärmepumpen und bis zu 20 Shelly-Geräte mit
  • Manueller Bypass und vorbereiteter Generatoranschluss über den DG-Modus
  • IP55, Betrieb von −25 bis 50 °C, lüfterlos durch natürliche Konvektion gekühlt

Was in den ersten 20 Millisekunden passiert

Fällt das Netz aus, trennt der SmartGuard das Haus und lässt den Wechselrichter den Inselbetrieb aufbauen. In der Betriebsart MAP0 dauert das höchstens 20 ms, mit einem einzelnen Wechselrichter (M1/MB0) höchstens 100 ms. Zum Vergleich: Eine Netzhalbwelle dauert 10 ms – bei 20 ms merken Computer, Router und Kühlschrank den Ausfall in aller Regel nicht.

Ein Detail für die Inbetriebnahme: Das nahtlose Umschalten ist ab Werk deaktiviert und wird von der Elektrofachkraft manuell freigeschaltet. Wer das übersieht, hat Ersatzstrom – aber mit spürbarer Unterbrechung.

Backup-Kreis und Nicht-Backup-Kreis – die 63 A teilen sich

Der SmartGuard hat getrennte Abgänge für Verbraucher, die im Ersatzstrombetrieb weiterlaufen sollen, und für solche, die dann abgeschaltet werden dürfen. Beide dürfen je bis zu 63 A führen, ihre Summe aber ebenfalls nur 63 A. Die Aufteilung gehört deshalb in die Planung: In den Nicht-Backup-Kreis kommt, was im Ausfall nichts nützt und viel zieht – Wallbox, Sauna, Klimaanlage. In den Backup-Kreis gehören Kühlung, Heizungssteuerung, Licht, Netzwerk und Wasserversorgung.

EMMA: Lastmanagement statt Sicherungen herausdrehen

Im Inselbetrieb ist nur so viel Leistung da, wie Speicher und Sonne gerade hergeben. Die integrierte EMMA – der Energiemanager der HUAWEI-Anlage – verteilt sie, statt sie zu überlasten: bis zu drei intelligente Energieregler, zwei Ladegeräte, 14 SG-ready-Wärmepumpen und 20 Shelly-Schaltgeräte.

Damit lassen sich einzelne Verbraucher gezielt drosseln oder abschalten, ohne dass jemand in den Zählerschrank muss. Die Messgenauigkeit liegt bei ±1 Prozent.

Schwarzstart und Generator – für den längeren Ausfall

Ein Speicher, der im Ausfall leer läuft, ist sonst ein totes Gerät: Ohne Netz fehlt die Referenzspannung, die der Wechselrichter zum Anlaufen braucht. SmartGuard und SUN2000 sind zusammen schwarzstartfähig – die Anlage fährt sich am nächsten Morgen allein aus der Sonne wieder hoch. Bei einem Ausfall über mehrere Tage ist das der entscheidende Unterschied. Reicht auch das nicht, ist ein Generatoranschluss vorbereitet: Der DG-Modus lässt sich fernsteuern, der nötige automatische Umschalter (ATS) ist bauseits zu stellen.

Voraussetzungen und Einbau

Der SmartGuard arbeitet ausschließlich innerhalb eines HUAWEI-Systems: Er setzt einen SUN2000-Wechselrichter und einen LUNA2000-Speicher voraus. In der Betriebsart MAP0 lassen sich bis zu drei Wechselrichter parallel einbinden, mit M1/MB0 genau einer.

Plane die Wärme mit ein: Bis 30 °C Umgebungstemperatur liefert das Gerät die vollen 63 A, darüber sinkt der zulässige Strom im Netzbetrieb linear auf 43 A bei 50 °C. Ein schattiger, belüfteter Aufstellort ist deshalb kein Luxus.


Technische Daten: Huawei – Datenblatt SmartGuard-63A-T0 (PDF)

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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