Produktbeschreibung

Sungrow SBR224 – 22,4 kWh Hochvoltspeicher, eine Stufe unter dem Maximum der Serie

Wer sich mit dem Speicher schwer entscheiden kann, steht meist vor derselben Frage: lieber knapp kalkulieren und sparen oder großzügig auslegen und die Reserve haben. Der SBR224 ist die Antwort für alle, die sich für die zweite Variante entschieden haben, ohne gleich das Serienmaximum zu bestellen.

Sieben Batteriemodule zu je 3,2 kWh ergeben 22,4 kWh nutzbare Energie. Die Entladetiefe lässt sich auf bis zu 100 Prozent einstellen – die Angabe ist also keine Bruttozahl, von der noch etwas abzuziehen wäre. Ein Modul bleibt frei: Die SBR-Serie trägt acht Module je Turm.

Der SBR224 ist ein Hochvoltspeicher mit 448 V Nennspannung und arbeitet mit dreiphasigen Sungrow Hybridwechselrichtern der SHRT-Serie. Eigene Leistungselektronik hat er nicht; ohne passenden Wechselrichter lässt er sich nicht betreiben.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 22,4 kWh aus sieben Modulen – ausgelegt für Haushalte mit Wärmepumpe und Elektroauto
  • Entladetiefe bis 100 Prozent einstellbar, die volle Energiemenge steht bereit
  • 30 A Dauerstrom in beide Richtungen, bei 448 V rund 13,4 kW
  • Prismatische Lithium-Eisenphosphat-Zellen mit mehrstufigem Schutzkonzept
  • Kabellose Stapelbauweise, ein Modul wiegt 33 kg
  • Ein achtes Modul lässt sich später ergänzen, dann sind es 25,6 kWh
  • IP55 und passive Kühlung – für innen wie außen freigegeben, ohne Lüftergeräusch
  • DC-Trennschalter im Gerät, dazu Schutz gegen Über- und Unterspannung, Überstrom und Temperaturgrenzen
  • Umfangreiche Zertifizierung, darunter VDE 2510-50, IEC 62619 und IEC 63056
  • Betrieb bis 4.000 m Höhe und Entladung bis −20 °C

Für wen sich diese Größe rechnet

22,4 kWh sind mehr, als ein durchschnittlicher Haushalt über die Nacht braucht. Sinnvoll wird diese Größe, wenn zum normalen Verbrauch dauerhaft weitere Abnehmer kommen: eine Wärmepumpe, die im Winter auch nachts läuft, ein Elektroauto, das regelmäßig an der heimischen Wallbox hängt, oder ein Betrieb im selben Gebäude.

Die zweite Rechnung geht über den Winter. In den dunklen Monaten reicht der Tagesertrag oft nicht für eine volle Ladung. Ein großer Speicher fängt dann wenigstens die guten Tage ab und trägt die Energie über die schlechten. Bei einem Zwei-Personen-Haushalt ohne Wärmepumpe und ohne E-Auto bleibt dieser Speicher dagegen die meiste Zeit halb leer – dort ist eine kleinere Ausbaustufe die wirtschaftlichere Wahl.

Was hinter „Hochvolt“ steckt

Beim SBR224 sind sieben Module in Reihe geschaltet; zusammen ergeben sie 448 V Nennspannung, im Betrieb zwischen 378 V und 511 V je nach Ladezustand. Zum Vergleich: Niedervoltspeicher arbeiten mit rund 48 V.

Höhere Spannung heißt weniger Strom für dieselbe Leistung. Das reduziert die Verluste in den Leitungen und erlaubt kleinere Querschnitte. Der Preis dafür ist die Festlegung: Ein Wechselrichter unterstützt entweder Hochvolt oder Niedervolt, nie beides. Prüfe deshalb vor der Bestellung im Handbuch, ob dein Gerät die SBR-Serie mit sieben Modulen führt.

Aufbau ohne Kabel zwischen den Modulen

Die Module werden gestapelt und stellen den Kontakt beim Aufsetzen selbst her. Zwischen den Batteriemodulen wird nichts verkabelt und nichts verschraubt. Das kürzt die Montage ab und beseitigt gleichzeitig eine der häufigsten Fehlerquellen bei DC-Installationen, nämlich schlecht angezogene Klemmstellen.

Der fertige Turm misst 625 × 1.065 × 330 mm und bringt 246 kg auf die Waage. Er steht auf dem Boden – eine Wandmontage ist nicht vorgesehen. Prüfe die Tragfähigkeit des Untergrunds, besonders bei einer Aufstellung im Obergeschoss oder auf einer Holzbalkendecke.

Aufstellen, wo Platz ist

Mit IP55 ist das Gehäuse gegen Staub in schädigender Menge und gegen Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt. Der Speicher darf damit auch draußen stehen, etwa an einer Hauswand oder im Carport.

Zwei Punkte solltest du dabei mitdenken: Geladen werden darf erst ab 0 °C, entladen ab −20 °C. Und gekühlt wird ausschließlich über natürliche Konvektion – ein schattiger Platz mit etwas Abstand ringsherum ist einem Standort in der prallen Sonne deutlich vorzuziehen. Dafür arbeitet der Speicher völlig geräuschlos, was ihn auch in Wohnnähe unproblematisch macht.

Auf einen Blick

Typenbezeichnung SBR224
Nutzbare Energie 22,4 kWh
Anzahl Module 7 × 3,2 kWh
Nennspannung 448 V
Lade- und Entladestrom dauerhaft max. 30 A
Entladetiefe bis 100 % DOD, einstellbar

Technische Daten: Sungrow – Datenblatt SBR064/096/128/160/192/224/256 Datasheet (V5, EN) (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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