Produktbeschreibung

Sungrow SBH300 – 30 kWh Hochvoltspeicher für Gewerbe und große Wohnobjekte

Große Dachflächen erzeugen mittags Leistung, die kein Haushalt allein verbrauchen kann. Gleichzeitig laufen in Gewerbe- und Mehrparteienobjekten abends und früh morgens Verbraucher weiter: Kühlung, Lüftung, Wärmepumpe, Ladepunkte. Wer beides zusammenbringen will, braucht Kapazität statt Feinsteuerung.

Der SBH300 ist die sechste Ausbaustufe der SBH-Serie und stellt mit sechs Batteriemodulen à 5,0 kWh 30,0 kWh nutzbare Energie bereit. Das reicht, um den kompletten Mittagsüberschuss einer großen Anlage aufzunehmen und über Abend, Nacht und Morgenstunden wieder abzugeben.

Der Speicher ist eine Hochvoltbatterie und arbeitet an einem dreiphasigen Sungrow-Hybridwechselrichter der SH-T-Serie. Ohne dieses Gerät hat er keine Verbindung zum Hausnetz.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 30,0 kWh nutzbare Energie aus sechs Batteriemodulen à 5,0 kWh
  • Nennspannung 422,4 V, Betriebsbereich 356,4 bis 481,8 V
  • 50 A dauerhafter Lade- und Entladestrom; die Serie erreicht über 25 kW Spitzenleistung
  • Bis zu 100 % Entladetiefe, einstellbar
  • Erweiterbar auf 8 Module je Turm, bis zu 4 Türme parallel – maximal 160 kWh
  • Prismatische Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP), kobaltfrei und thermisch stabil
  • Kabellose Stapelbauweise, dadurch schneller Aufbau trotz großer Kapazität

Für welche Objekte 30 kWh gedacht sind

Diese Größe passt zu Objekten mit Grundlast rund um die Uhr: Mehrfamilienhäuser mit gemeinsamer Anlage, Betriebe mit Kühlung oder Druckluft, landwirtschaftliche Gebäude, Praxen und Werkstätten. Kennzeichen ist immer, dass sich der Verbrauch über den Tag zieht und nicht auf wenige Abendstunden zusammenfällt.

Für ein normales Einfamilienhaus ist der SBH300 dagegen überdimensioniert – dort bleibt ein großer Teil der Kapazität die meiste Zeit des Jahres ungenutzt, während die Investition voll anfällt. Kleinere Ausbaustufen derselben Serie sind dann die passendere Wahl.

Warum die Spannung mit der Turmhöhe steigt

Bei einem Hochvoltspeicher sind alle Module in Reihe geschaltet. Sechs Module ergeben 422,4 V Nennspannung, im Betrieb bewegt sich der Turm zwischen 356,4 V und 481,8 V. Der Dauerstrom bleibt bei 50 A – die höhere Spannung ist der Grund, warum ein großer Turm mehr Leistung bewegen kann als ein kleiner.

Diese Spannung muss in das Batteriefenster des Wechselrichters passen. Prüfe deshalb vor der Bestellung, welche Modelle und wie viele Module dein Hybridwechselrichter freigibt. Die Verständigung zwischen beiden Geräten läuft über eine CAN-Leitung, über die Ladezustand, Temperaturen und Stromgrenzen gemeldet werden.

Transport, Statik und Aufstellfläche

Der fertige Turm misst 675 × 1.220 × 350 mm und bringt 286 kg auf den Boden. Angeliefert und aufgebaut wird modulweise, jedes Batteriemodul wiegt 45 kg und wird beim Stapeln automatisch kontaktiert.

Bei diesem Gewicht lohnt der Blick auf den Untergrund: Ein Betonboden im Technikraum ist unkritisch, eine Holzbalkendecke oder ein Zwischengeschoss sollte fachlich beurteilt werden. Plane außerdem den Anlieferweg – 286 kg verteilen sich zwar auf sechs Einzelteile, die Module müssen aber trotzdem an ihren Platz gebracht werden.

Betriebsbedingungen im Alltag

Der SBH300 darf mit IP55 innen und außen stehen. Wichtig ist die Grenze beim Laden: erlaubt von 0 °C bis 50 °C, während Entladen schon ab −20 °C möglich ist. In ungeheizten Außenbereichen verliert der Speicher im Winter also Ladezeit, gerade wenn morgens die Sonne wiederkommt.

Gekühlt wird ausschließlich über natürliche Konvektion, es gibt keinen Lüfter und keine Filter, die gewartet werden müssten. Zulässig sind 0 bis 95 % relative Luftfeuchte ohne Betauung und Aufstellhöhen bis 2.000 m.

Elektrofachkraft, Netzbetreiber und Meldepflichten

Speicher dieser Größenordnung werden fest installiert und von einer Elektrofachkraft angeschlossen und in Betrieb genommen. Die Anmeldung beim Netzbetreiber und die Eintragung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur sind Pflicht; bei gewerblicher Nutzung kommen je nach Objekt weitere Anforderungen an Aufstellraum und Brandschutz hinzu – kläre diese vorab mit dem Planer.

Ersatzstrom im Netzausfall ist Sache des Wechselrichters und der Umschaltung im Verteiler. Die Batterie liefert dafür die Energie, entscheidet aber nicht darüber, ob und welche Kreise weiterversorgt werden.

Technische Daten

Hinweis: Wechselrichter, DC-Leitungen und Kommunikationskabel sind nicht Teil des Lieferumfangs. Der SBH300 besitzt keine Solareingänge und keinen Netzanschluss und läuft ausschließlich an einem passenden Sungrow-Hybridwechselrichter. Aufbau, Anschluss und Inbetriebnahme sind einer Elektrofachkraft vorbehalten.

Technische Daten laut Sungrow-Datenblatt SBH100–SBH400, Version 4. Änderungen vorbehalten.


Technische Daten: Sungrow – Datenblatt SBH100/150/200/250/300/350/400 Datasheet (V4, EN) (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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