Produktbeschreibung

Sungrow SBH100 – 10 kWh Hochvolt-Speicher als Einstieg in die SBH-Serie

Deine PV-Anlage produziert dann am meisten, wenn im Haus kaum jemand ist. Mittags läuft der Kühlschrank, vielleicht noch die Umwälzpumpe, und der große Rest wandert für ein paar Cent ins Netz. Abends, wenn gekocht, gewaschen und geladen wird, kaufst du denselben Strom zum vollen Arbeitspreis zurück.

Der SBH100 ist die kleinste Ausbaustufe der Sungrow-SBH-Serie und verschiebt genau diesen Überschuss um einige Stunden nach hinten. Er besteht aus zwei Batteriemodulen à 5,0 kWh und stellt 10,0 kWh nutzbare Energie bereit. Er ist kein eigenständiges Gerät, sondern die Batterie zu einem dreiphasigen Sungrow-Hybridwechselrichter der SH-T-Serie – ohne diesen Wechselrichter läuft er nicht.

Wer klein anfangen und später aufstocken möchte, ist bei dieser Größe richtig. Im selben Turm lassen sich bis zu acht Module stapeln, aus dem SBH100 wird damit schrittweise ein Speicher mit bis zu 40 kWh, ohne dass das Grundgerät ersetzt werden muss.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 10,0 kWh nutzbare Energie aus zwei Batteriemodulen à 5,0 kWh
  • Bis zu 100 % Entladetiefe, einstellbar – die Kapazität steht praktisch vollständig zur Verfügung
  • 50 A dauerhafter Lade- und Entladestrom, damit auch für kräftige Abendlasten ausgelegt
  • Später erweiterbar: 2 bis 8 Module je Turm, bis zu 4 Türme parallel (maximal 160 kWh)

Warum der Wechselrichter zwingend dazugehört

Der SBH100 ist ein Hochvoltspeicher. Das heißt: Die Module sind in Reihe geschaltet und liefern eine Nennspannung von 140,8 V, im Betrieb bewegt sich die Spannung zwischen 118,8 V und 160,6 V. Diese Spannung wird nicht in Haushaltsstrom umgewandelt – das übernimmt der Hybridwechselrichter, an dem die Batterie hängt.

Passend sind die dreiphasigen Sungrow-Hybridwechselrichter der SH-T-Serie. Sie steuern die Batterie und tauschen über eine CAN-Leitung Daten mit ihr aus – Ladezustand, Temperaturen, erlaubte Ströme. Ein Gerät eines anderen Herstellers kann den Speicher nicht ansprechen. Prüfe vor der Bestellung, welches Modell bei dir verbaut oder eingeplant ist.

Aufbau: gestapelt, ohne Kabel zwischen den Modulen

Der Speicher wird als Turm auf dem Boden aufgestellt, nicht an die Wand gehängt. Die Module werden aufeinandergesetzt und kontaktieren sich dabei selbst, zwischen ihnen liegt kein Kabel. Das verkürzt die Montage und nimmt eine der häufigsten Fehlerquellen aus dem Aufbau heraus.

Plane den Platz realistisch: Der SBH100 misst 675 × 580 × 350 mm und wiegt 106 kg, ein einzelnes Modul bringt 45 kg auf die Waage. Für das Ansetzen der Module solltet ihr zu zweit sein, der Untergrund muss eben und tragfähig sein. Steht eine spätere Erweiterung im Raum, rechne die Höhe der zusätzlichen Module gleich mit ein – je Modul kommen 160 mm dazu.

Aufstellort, Temperatur und der Winter-Fallstrick

Mit Schutzart IP55 darf der Speicher innen und außen stehen. Beim Temperaturbereich lohnt der zweite Blick: Entladen ist von −20 °C bis 50 °C zulässig, Laden aber erst ab 0 °C. Steht der Turm im Winter ungeschützt draußen, kann er also nachts noch abgeben, nimmt an einem frostigen Vormittag aber keinen Solarstrom auf – genau dann, wenn die Anlage wieder liefert.

In der Praxis fährt man deshalb mit Hauswirtschaftsraum, Keller oder Garage besser als mit der Nordwand im Freien.

Wie groß der Speicher sein sollte

10 kWh nutzbare Energie decken bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus den Abend- und Nachtbedarf ab. Als grobe Orientierung gilt: Der Speicher sollte ungefähr so viel fassen, wie du zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang verbrauchst – alles darüber steht im Winter meist leer.

Kommen Wärmepumpe oder Wallbox dazu, wird es schnell mehr. Der Vorteil dieser Baugröße: Du musst dich nicht sofort festlegen, Module lassen sich später nachrüsten.

Anmeldung, Elektrofachkraft und Notstrom

Ein Hochvoltspeicher ist kein Steckergerät. Anschluss und Inbetriebnahme gehören in die Hände einer Elektrofachkraft, die auch die Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt. Zusätzlich ist der Speicher im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur einzutragen.

Ob dein Haus bei einem Stromausfall weiterläuft, entscheidet nicht die Batterie, sondern der Wechselrichter und dessen Beschaltung im Zählerschrank. Der SBH100 liefert dafür nur die Energie.

Hinweis: Hybrid-Wechselrichter sowie Anschluss- und Kommunikationsleitungen sind nicht im Lieferumfang. Der SBH100 hat keine eigenen Solareingänge und keinen Netzanschluss – er arbeitet ausschließlich als Hochvoltbatterie an einem passenden Sungrow-Hybridwechselrichter. Installation und Inbetriebnahme sind einer Elektrofachkraft vorbehalten.

Technische Daten laut Sungrow-Datenblatt SBH100–SBH400, Version 4. Änderungen vorbehalten.


Technische Daten: Sungrow – Datenblatt SBH100/150/200/250/300/350/400 Datasheet (V4, EN) (PDF)

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In unseren FAQs findest du Antworten auf die häufigsten Fragen – schnell und übersichtlich.

Sollte dennoch etwas offen sein, steht dir unser Kundenservice jederzeit persönlich zur Verfügung.

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FAQs

Mehr Antworten findest du auf unserer FAQ-Seite.

Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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