Produktbeschreibung

Fronius Reserva 9.5 – 9,47 kWh für ein Einfamilienhaus mit normalem Verbrauch

Drei Batteriemodule, 9,47 kWh nutzbare Energie: Die Reserva 9.5 ist die Größe, die bei einem Einfamilienhaus am häufigsten passt. Sie nimmt den Solarüberschuss der Mittagsstunden auf und gibt ihn abends und nachts wieder ab, statt ihn für ein paar Cent ins Netz zu schicken.

Die Reserva ist ein Hochvoltspeicher mit DC-Kopplung. Der Strom vom Dach geht als Gleichstrom direkt in die Batterie – der Wechselrichter wandelt ihn erst dann in Wechselstrom um, wenn er im Haus tatsächlich gebraucht wird. Bei einem AC-gekoppelten Nachrüstspeicher passiert das zweimal mehr, und jede Wandlung kostet Wirkungsgrad.

Diese Bauart hat eine klare Bedingung: Der Speicher steuert sich nicht selbst, sondern wird vom Wechselrichter geführt. Er läuft an Fronius Primo GEN24 Plus, Symo GEN24 Plus und Verto Plus – und nur an diesen. Wer einen Wechselrichter eines anderen Herstellers hat, ist mit einem AC-gekoppelten Speicher besser bedient.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 9,47 kWh nutzbare Energie aus drei Modulen – die gängigste Größe für ein Einfamilienhaus
  • Bis 9,83 kW Lade- und Entladeleistung, damit ist der Speicher an einem guten Sommertag zügig voll
  • DC-gekoppelt und mit 95 % Batteriewirkungsgrad – kurzer Weg vom Dach in die Zellen
  • Später um zwei weitere Module auf 15,79 kWh erweiterbar
  • Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) in Pouch-Bauform, 6.000 Zyklen bis 60 % Restkapazität
  • 1.140 mm hoch bei nur 176 mm Tiefe – der Turm braucht wenig Stellfläche
  • IP65, −20 bis +55 °C, für Innenräume und geschützte Außenbereiche freigegeben
  • Bis zu vier Türme parallel für größere Anlagen
  • 10 Jahre Garantie, Speicher und Wechselrichter vom selben Hersteller

Wie viel Speicher wirklich zum Haushalt passt

Als Faustregel taugt der abendliche und nächtliche Verbrauch: Was zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang durch die Zähler läuft, sollte der Speicher fassen. 9,47 kWh decken damit einen Haushalt ab, der tagsüber wenig und abends normal verbraucht – Licht, Küche, Unterhaltung, Umwälzpumpe.

Kommt eine Wärmepumpe dazu, verschiebt sich das Bild deutlich, weil die Heizlast in den Wintermonaten anfällt, in denen die Anlage ohnehin wenig liefert. Ein größerer Speicher hilft dann im Sommerhalbjahr, aber nicht im Januar. Wer diese Verbraucher hat, sollte eher zur Reserva 12.6 oder 15.8 greifen – oder von vornherein die Option einplanen, später Module nachzurüsten.

Nachrüsten und parallel schalten

Der Turm ist ein Baukasten: Sockel unten, darüber die Batteriemodule mit je 250 mm Höhe und 3,15 kWh, obenauf die BMS-Kopfeinheit. Aus einer 9.5 wird durch zwei zusätzliche Module eine 15.8, ohne dass etwas ausgetauscht werden muss.

Reicht ein Turm nicht, lassen sich bis zu vier davon parallel betreiben. Zwei Punkte sind dabei wichtig: Alle Türme müssen die gleiche Modulanzahl haben, und der maximale Ausgangsstrom bleibt bei 32 A. Mehr Türme bringen also mehr Kapazität, aber keine höhere Leistung.

Was das BMS macht und warum es zählt

Die Kopfeinheit enthält das Batteriemanagementsystem – die Elektronik, die Spannung und Temperatur jeder Zelle überwacht, die Ladung zwischen den Modulen ausgleicht und über RS485 mit dem Wechselrichter kommuniziert. Ohne sie ist ein Stapel Module nur ein Stapel Module.

Fronius führt BMS und Sockel als eigene Baugruppe. Prüfe vor der Bestellung, ob diese Basiseinheit in deinem Angebot enthalten ist oder ob sie separat dazukommt. Die Inbetriebnahme läuft anschließend über die Fronius Solar.start App.

Aufstellort, Gewicht und rechtliche Randbedingungen

Der Turm wiegt 120 kg und steht frei auf dem Boden – ein tragfähiger, ebener Untergrund und eine Sicherung gegen Kippen sind Pflicht. IP65 erlaubt auch einen geschützten Außenbereich, aber bei Kälte kann die Lade- und Entladeleistung begrenzt werden. Ein frostfreier Innenraum ist deshalb meist die bessere Wahl. Zulässig sind bis 2.000 m Seehöhe und 5 bis 95 % Luftfeuchte.

Im Betrieb liegen bei drei Modulen 307,2 V Gleichspannung an. Anschluss und Inbetriebnahme sind ausschließlich Sache einer Elektrofachkraft. Der Speicher wird gemeinsam mit der PV-Anlage beim Netzbetreiber angemeldet und im Marktstammdatenregister eingetragen; beides übernimmt in der Regel der Installationsbetrieb.

Auf einen Blick

Nutzbare Energie 9,47 kWh
Maximale Lade-/Entladeleistung 9,83 kW
Anzahl Batteriemodule 3

Hinweis: Der passende Fronius-Hybridwechselrichter, ein Smart Meter und – falls Notstrom für das ganze Haus gewünscht ist – Backup Controller und Backup Switch gehören nicht zum Lieferumfang. Kläre vor der Bestellung außerdem, ob die Basiseinheit aus BMS und Sockel enthalten ist; ohne sie lässt sich kein Reserva-Turm in Betrieb nehmen.


Technische Daten: Fronius – Datenblatt Fronius Reserva 6.3 - 15.8 (DE) (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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