Produktbeschreibung

Fronius Reserva 6.3 – 6,31 kWh Hochvoltspeicher für deine Fronius-Anlage

Die Reserva 6.3 ist die kleinste Ausbaustufe der Fronius-Speicherreihe: ein Sockel, die BMS-Kopfeinheit und zwei Batteriemodule, zusammen 6,31 kWh nutzbare Energie. Das ist die Größe für einen Haushalt, der abends und nachts moderat verbraucht – ohne Wärmepumpe, ohne Elektroauto.

Der Speicher arbeitet DC-gekoppelt. Das heißt: Der Solarstrom fließt als Gleichstrom vom Dach direkt in die Batterie, ohne vorher in Wechselstrom umgewandelt und abends wieder zurückgewandelt zu werden. Jede Umwandlung kostet Prozent, und diese eine Stufe sparst du dir. Der Batteriewirkungsgrad liegt bei 95 Prozent.

Der Haken an dieser Bauart: Der Speicher braucht einen Wechselrichter, der ihn kennt und die Ladung steuert. Freigegeben sind Fronius Primo GEN24 Plus, Fronius Symo GEN24 Plus und Fronius Verto Plus. Hängt bei dir ein Gerät eines anderen Herstellers an der Wand, passt die Reserva nicht – dann brauchst du einen Speicher mit eigenem Wechselrichter.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 6,31 kWh nutzbare Energie aus zwei Batteriemodulen – die Einstiegsgröße der Reserva-Reihe
  • Bis 6,55 kW Lade- und Entladeleistung, damit landet auch die Mittagsspitze im Akku statt im Netz
  • DC-gekoppelt: eine Umwandlungsstufe weniger zwischen Dach und Batterie, 95 % Batteriewirkungsgrad

Der Turm besteht aus drei Baugruppen

Ein betriebsfähiger Reserva-Speicher setzt sich immer aus denselben Teilen zusammen: unten der Sockel mit 60 mm Höhe, darüber die Batteriemodule mit je 250 mm und 3,15 kWh, obenauf die BMS-Kopfeinheit mit 330 mm. Bei der Reserva 6.3 sind es zwei Module, in Summe also 890 mm Gesamthöhe.

Das BMS – Batteriemanagementsystem – ist die Elektronik, die Spannung und Temperatur jeder Zelle überwacht, die Module gleichmäßig lädt und mit dem Wechselrichter spricht. Fronius führt BMS und Sockel als eigene Baugruppe. Prüfe deshalb vor der Bestellung, ob diese Basiseinheit in deinem Angebot enthalten ist oder separat dazukommt.

Wenn der Verbrauch später steigt

Der Baukasten ist der eigentliche Grund, warum man mit 6,31 kWh anfangen kann: Kommt in zwei Jahren eine Wärmepumpe oder ein E-Auto dazu, setzt du weitere Speichermodule auf denselben Turm – bis zu fünf Stück und damit 15,79 kWh. Der Sockel, das BMS und die Verkabelung bleiben.

Reicht auch das nicht, lassen sich bis zu vier Türme parallel betreiben. Dabei gilt eine Regel, die man vorher kennen sollte: Jeder Turm muss die gleiche Anzahl Module haben. Und der maximale Ausgangsstrom bleibt bei 32 A, egal wie viele Türme parallel hängen – mehr Kapazität bedeutet also mehr Ausdauer, nicht mehr Leistung.

Notstrom kommt nicht aus der Batterie allein

Ein voller Akku hilft bei einem Stromausfall nur, wenn der Wechselrichter das Haus vom Netz trennen und selbst ein Netz aufbauen kann. Bei Fronius gibt es dafür zwei Wege: den PV Point, eine einzelne Notstromsteckdose direkt am GEN24, und das Full Backup, das mit Backup Controller und Backup Switch das ganze Haus dreiphasig weiterversorgt.

Beides gehört zum Wechselrichter, nicht zum Speicher. Wenn Notstrom für dich wichtig ist, muss das bei der Planung der gesamten Anlage berücksichtigt werden – nachträglich ist die Umschaltung im Verteiler deutlich aufwendiger.

Aufstellort, Gewicht und Anschluss

Der Turm wiegt 86,5 kg und steht auf dem Boden. Er braucht einen tragfähigen, ebenen Untergrund und sollte gegen Kippen gesichert werden. IP65 und der Temperaturbereich von −20 bis +55 °C erlauben auch einen geschützten Außenbereich; bei niedrigen Temperaturen kann die Lade- und Entladeleistung allerdings begrenzt werden, deshalb ist ein frostfreier Innenraum die bessere Wahl. Zulässig sind bis zu 2.000 m über dem Meeresspiegel und 5 bis 95 % Luftfeuchte.

Die DC-Verbindung zum Wechselrichter läuft über Stäubli MC4-Evo stor mit 6 mm², die Kommunikation über RS485. Die Inbetriebnahme erfolgt mit der Fronius Solar.start App.

Elektrofachkraft und Anmeldung

Die Reserva ist ein Hochvoltspeicher: Bei zwei Modulen liegen im Betrieb 204,8 V Gleichspannung an. Anschluss und Inbetriebnahme gehören deshalb ausschließlich in die Hände einer Elektrofachkraft – das ist keine Formalie, sondern Bedingung für Garantie und Versicherungsschutz.

Der Speicher wird zusammen mit der PV-Anlage beim Netzbetreiber angemeldet und im Marktstammdatenregister eingetragen. Beides erledigt in der Regel der Installationsbetrieb im Zuge der Inbetriebnahme.

Hinweis: Wechselrichter, Smart Meter und die Notstromkomponenten (PV Point ist im GEN24 enthalten, Backup Controller und Backup Switch für Full Backup nicht) gehören nicht zum Lieferumfang des Speichers. Kläre außerdem vor der Bestellung, ob die Basiseinheit aus BMS und Sockel bereits enthalten ist – ohne sie ist ein Reserva-Turm nicht betriebsfähig.


Technische Daten: Fronius – Datenblatt Fronius Reserva 6.3 - 15.8 (DE) (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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