Produktbeschreibung

Deye PCS 125kW – bidirektionaler Batteriewechselrichter mit integriertem Energiemanagement

In einem gewerblichen Speicherprojekt ist das PCS das Herzstück. PCS steht für Power Conversion System: ein Wechselrichter, der in beide Richtungen arbeitet. Er macht aus Netzwechselstrom Gleichstrom für die Batterie und aus Batteriegleichstrom wieder Netzstrom – je nachdem, was die Anlage gerade braucht.

Das Deye SUN-125K-PCS01HP3 leistet 125 kW und lädt oder entlädt mit bis zu 200 A. Es gehört zur Deye C&I-ESS-Lösung von 125 kW bis 2,5 MW und arbeitet mit den BOS-B-Pro-A3-Batterieracks zusammen; bis zu 16 Racks lassen sich an einem PCS betreiben. Für PV-Anlagen kommt das 200-kW-MPPT-Modul dazu, für Notstrombetrieb das 500-kW-STS-Modul.

Interessant für die Planung ist vor allem, was nicht dazugekauft werden muss: Rückspeisesperre und zeitgesteuerte Bewirtschaftung sind bereits im Gerät. Ein separater EMS-Schrank entfällt damit in vielen Projekten.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 125 kW Nennleistung und 125 kVA Scheinleistung, dreiphasig mit Neutralleiter
  • Bis zu 200 A Lade- und Entladestrom bei einer Batteriespannung von 630 bis 1.000 V
  • Maximaler Wirkungsgrad 98,5 Prozent, europäischer Wirkungsgrad 97,8 Prozent
  • Kurzzeitige Spitzenleistung bis zum Doppelten der Nennleistung für 15 Sekunden
  • Systeme bis 2,5 MW durch Parallelbetrieb mehrerer Geräte
  • Rückspeisesperre und zeitgesteuertes Laden und Entladen sind integriert
  • Ladeverfahren stimmt sich selbsttätig auf das BMS der Batterie ab
  • Schutzart IP65 – der Aufstellort muss kein Innenraum sein
  • Kommunikation über WLAN, RS485, CAN und Zähleranbindung
  • Umfangreiche Netzzulassungen, darunter VDE-AR-N 4105 und EN 50549

Bidirektional heißt: ein Gerät statt zwei

Ein gewöhnlicher PV-Wechselrichter kennt nur eine Richtung – von den Modulen ins Netz. Ein Speicher braucht beide. Das PCS erledigt Laden und Entladen mit derselben Leistungselektronik und wechselt die Richtung im Betrieb.

Nennleistung und Nennstrom sind dabei in beiden Richtungen nahezu gleich: 189,4 A auf der Eingangsseite, 181,2 A auf der Ausgangsseite bei 220/380 V oder 230/400 V. Für Lastspitzen steht kurzzeitig das Doppelte der Nennleistung für 15 Sekunden bereit – nützlich, wenn ein großer Antrieb anläuft und der Netzbezug trotzdem unter der vereinbarten Grenze bleiben soll.

Energiemanagement ohne Zusatzschrank

Zwei Funktionen, die sonst ein eigenes Energiemanagementsystem übernimmt, sind bereits eingebaut. Die Rückspeisesperre – oft Null-Export genannt – verhindert, dass Strom aus Speicher oder PV-Anlage ungewollt ins öffentliche Netz abfließt. Das ist überall dort Pflicht, wo der Netzanschluss keine Einspeisung erlaubt oder sie wirtschaftlich unattraktiv ist.

Die zeitgesteuerte Bewirtschaftung legt fest, in welchen Stunden geladen und in welchen entladen wird. In Verbindung mit einem angeschlossenen Zähler lassen sich damit Lastspitzen kappen und Preisunterschiede zwischen den Tageszeiten nutzen. Für größere Verbünde mit mehreren PCS bleibt ein übergeordnetes EMS sinnvoll – für einzelne Einheiten reicht das Gerät selbst.

Batterieseite und Zusammenspiel mit dem BMS

Das PCS arbeitet mit Lithium-Ionen-Batterien im Spannungsbereich von 630 bis 1.000 V und hat einen Batterieeingang. Die Ladestrategie stimmt es selbsttätig auf das BMS ab, also auf die Elektronik, die im Batterierack Zellspannungen, Temperaturen und Ströme überwacht. Das BMS gibt die zulässigen Grenzen vor, das PCS hält sie ein – manuelle Ladekennlinien sind nicht nötig.

Im Verbund mit den BOS-B-Pro-A3-Racks ergibt das je Cluster rund 257 kWh Systemenergie, davon etwa 231 kWh nutzbar. Ein PCS trägt bis zu 16 Racks.

Aufstellung, Kühlung und Netzzulassung

Mit IP65 ist das Modul staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt und lässt sich damit im Freien montieren. Gekühlt wird über eine geregelte Luftkühlung; der Geräuschpegel bleibt unter 75 dB. Der Betriebsbereich ist weit gefasst, ab 45 °C reduziert das Gerät die Leistung. Die Abmessungen von 543 × 310 × 775 mm bei 81,86 kg entsprechen dem Rastermaß der übrigen Module der Baureihe.

Auf der Netzseite ist das Gerät unter anderem nach VDE-AR-N 4105, EN 50549, IEC 61727 und IEC 62116 zugelassen – die Anmeldung beim Netzbetreiber ist damit auf einer belastbaren Grundlage möglich. Die Garantiezeit beträgt je nach endgültigem Installationsort 5 oder 10 Jahre; maßgeblich sind die Deye-Garantiebestimmungen.

Hinweis: Das PCS ist ein Modul der Deye C&I-ESS-Lösung und arbeitet nur mit passenden Batterieracks. Für PV-Direkteinbindung wird zusätzlich ein MPPT-Modul benötigt, für Notstrom- und Inselbetrieb ein STS-Modul. Auslegung, Netzverträglichkeitsprüfung, Anmeldung beim Netzbetreiber und Inbetriebnahme gehören in die Hände eines Fachbetriebs.


Technische Daten: Deye – Datenblatt 125kW-2,5MW C&I ESS-Lösung (125kW PCS + 200kW MPPT + 500kW STS + BOS-B Pro-A3) (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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