Produktbeschreibung

Deye MS-GS215-2H3 – 215-kWh-Speicherschrank mit 100 kW Leistung und 200 kWp PV-Eingang

Gewerbebetriebe zahlen Strom nicht nur nach Verbrauch, sondern auch nach Leistungsspitze. Eine einzige Viertelstunde, in der Kompressoren, Ladepunkte und Produktion gleichzeitig laufen, bestimmt den Leistungspreis für das ganze Jahr. Auf dem Hallendach steht derweil eine PV-Anlage, deren Mittagsertrag zu Konditionen ins Netz geht, die niemanden freuen.

Der MS-GS215-2H3 ist ein anschlussfertiger Schrank, der beides in einem Gerät zusammenführt: 215 kWh Batterie, ein Umrichter mit 100 kW Dauerleistung, ein PV-Eingang für bis zu 200 kWp und die Steuerung dazu. Batterie, PCS, MPPT und BMS sitzen im selben Gehäuse – vor Ort wird nur noch angeschlossen.

Das Kürzel GS steht für die Variante mit Solareingang: Der PV-Strom fließt direkt als Gleichstrom in den Speicher, ohne Umweg über einen separaten Wechselrichter und das Wechselstromnetz. Ohne Photovoltaik gibt es in der Serie auch die reine Batterievariante.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 215 kWh Batteriekapazität und 100 kW Dauerleistung in einem Schrank
  • Bis zu 200 kWp PV-Anschlussleistung über acht MPP-Tracker, direkt auf der Gleichstromseite
  • EMS, PCS, MPPT und BMS sind bereits integriert – keine getrennten Komponenten zu koordinieren
  • Bis zu 20 Einheiten netzparallel: rund 2 MW und 4,3 MWh als ein System
  • Netzunabhängiger Betrieb mit bis zu 10 Einheiten, also rund 1 MW und 2,15 MWh
  • Lastspitzenkappung, Rückspeisesperre, Lastnachführung und Leistungsbegrenzung ab Werk
  • IP54 und Korrosionsschutzklasse bis C5 – für die Aufstellung im Freien ausgelegt
  • LiFePO₄-Zellen mit über 6.000 Zyklen bis 70 Prozent Restkapazität
  • Batteriefach mit automatischer Entlüftung, Druckentlastung und Aerosol-Löschanlage
  • Bis zu 88 Prozent Wirkungsgrad im Lade-Entlade-Zyklus

Was der Schrank im Betrieb tatsächlich tut

Die wirtschaftlich wichtigste Funktion ist die Lastspitzenkappung, oft Peak Shaving genannt: Der Speicher deckt kurzzeitige Verbrauchsspitzen aus der Batterie, sodass der Netzbezug unter einer festgelegten Grenze bleibt. Dazu kommt die zeitgesteuerte Bewirtschaftung – laden, wenn Strom günstig ist oder die Sonne scheint, entladen in den teuren Stunden.

Die Rückspeisesperre verhindert, dass Strom ungewollt ins öffentliche Netz abfließt. Über Lastnachführung und Leistungsbegrenzung schützt das System außerdem den vorgelagerten Transformator vor Überlast. All das erledigt das eingebaute Energiemanagement; ein separater EMS-Schrank ist dafür nicht nötig. Für größere Verbünde gibt es das MS-EMS als Ergänzung.

Netzparallel, Inselbetrieb oder mit Notstromfunktion

Im Normalfall arbeitet der Schrank netzparallel; bis zu 20 Einheiten ergeben rund 2 MW und 4,3 MWh. Netzunabhängig sind bis zu 10 Einheiten vorgesehen, also etwa 1 MW und 2,15 MWh.

Soll die Anlage bei einem Netzausfall weiterlaufen, braucht sie zusätzlich einen Umschaltschrank – bei Deye ist das der MS-TS500. Er trennt vom Netz und schaltet auf Inselbetrieb um, bei Bedarf mit Dieselgenerator als dritter Quelle. Ohne ihn bleibt es beim netzparallelen Betrieb; plane ihn also von Anfang an mit ein, wenn Notstrom Teil des Konzepts ist.

Sicherheit: Batteriefach, Kühlung und Umgebung

Verbaut sind Lithium-Eisenphosphat-Zellen, die gegenüber anderen Lithium-Chemien thermisch deutlich unempfindlicher sind. Das Batteriefach ist als eigener Bereich ausgeführt: automatische Entlüftung, Druckentlastung im Fehlerfall und eine Aerosol-Löschanlage im Schrank.

Ein aktives Temperaturmanagement hält die Zellen im günstigen Bereich und verlängert so die Lebensdauer. Der Betrieb ist von −20 bis 50 °C freigegeben, oberhalb von 45 °C wird die Leistung reduziert. Mit IP54 und Korrosionsschutz bis Klasse C5 ist der Schrank für dauerhafte Außenaufstellung gebaut, auch in industriell belasteter Luft.

Der PV-Eingang im Detail

Acht MPP-Tracker nehmen je 40 A Betriebsstrom auf, der Kurzschlussstrom darf bei 60 A liegen. Anschließen darfst du bis zu 200 kWp Modulleistung, eingespeist werden maximal 160 kW. Diese Überbelegung ist Absicht: Eine PV-Anlage erreicht ihre Nennleistung nur an wenigen Stunden im Jahr, und mehr Module bedeuten über das Jahr mehr Ertrag.

Der MPPT-Bereich reicht von 180 bis 750 V, bei Volllast von 450 bis 750 V, die maximale Eingangsspannung liegt bei 800 V. Die Stringauslegung muss darauf abgestimmt sein – der begrenzende Faktor ist die Leerlaufspannung bei tiefen Temperaturen.

Hinweis: Für Notstrom- und Inselbetrieb wird zusätzlich ein Umschaltschrank benötigt, etwa der Deye MS-TS500. Anlagen dieser Größe sind anmelde- und genehmigungspflichtig; Auslegung, Netzverträglichkeitsprüfung und Inbetriebnahme gehören in die Hände eines Fachbetriebs. Prüfe Aufstellfläche und Zuwegung vorab – der Schrank wiegt rund drei Tonnen.


Technische Daten: Deye – Datenblatt MS-G(S)215-2H3 Serie (inkl. MS-TS500-2 und MS-EMS) (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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