Produktbeschreibung

Deye BOS-G PDU-2 Control Box – der Kopf, ohne den ein BOS-G-Batteriestrang nicht anläuft

Ein Hochvoltspeicher besteht aus vielen gleichen Batteriemodulen, die in Reihe geschaltet auf mehrere hundert Volt kommen. Damit dieser Stapel als ein Gerät arbeitet, braucht er eine Instanz, die alle Module gleichzeitig im Blick hat: Zellspannungen, Temperaturen, Ströme, Ladezustand. Genau das ist die BOS-G PDU-2 Control Box.

Sie sitzt im 19-Zoll-Rack über den Packs, sammelt die Daten der einzelnen Module, führt die Leistungsleitungen zusammen und spricht als einziger Gesprächspartner mit dem Wechselrichter. Ohne sie sind die Module nur ein Stapel Kästen – der Wechselrichter sieht keine Batterie, und der Strang lässt sich nicht in Betrieb nehmen.

Der Artikel richtet sich an Planer und Installateure, die einen Deye BOS-G-Speicher aufbauen oder ein bestehendes Rack um einen weiteren Strang erweitern. Je Batteriestrang wird genau eine Control Box benötigt.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • Zentrales Batteriemanagement für einen kompletten BOS-G-Strang aus bis zu 16 Modulen
  • Arbeitsbereich 200 bis 1.000 V DC – deckt alle BOS-G-Ausbaustufen von 256 V bis 819,2 V ab
  • 100 A Dauerstrom beim Laden und Entladen, 120 A als Maximalwert
  • Schutz gegen Tiefentladung, Überladung, Überstrom sowie zu hohe und zu niedrige Temperaturen
  • Gleicht Spannung und Strom der einzelnen Zellen aus und verlängert damit die nutzbare Lebensdauer des Strangs
  • Kommunikation über CAN 2.0 und RS485 direkt zu Deye-Wechselrichtern
  • Firmware-Updates per USB und aus der Ferne möglich
  • Weiter Temperaturbereich von −20 bis 65 °C, damit auch in unbeheizten Technikräumen einsetzbar
  • Konfektionierte Leistungs-, Kommunikations- und Erdungskabel liegen bei

Was die Box im Betrieb tatsächlich tut

Der Begriff PDU steht für Power Distribution Unit, also Leistungsverteilung. Das beschreibt nur die halbe Aufgabe. Die Box führt die Gleichstromleitungen des Strangs zusammen und stellt den Anschluss zum externen PCS her – so heißt der bidirektionale Wechselrichter einer Speicheranlage, der zwischen Gleich- und Wechselstrom umsetzt. Dafür liegen zwei zwei Meter lange Leitungen bei, eine für den Plus- und eine für den Minuspol.

Der zweite Teil ist das BMS, das Batteriemanagementsystem. Es überwacht jede Zelle, trennt den Strang bei Grenzwertverletzungen und meldet Ladezustand und Fehlercodes weiter. Zusätzlich gleicht es Unterschiede zwischen den Zellen aus, denn in einer Reihenschaltung bestimmt die schwächste Zelle, wie weit sich der ganze Strang laden und entladen lässt.

Was du zusätzlich brauchst

Die Control Box ist immer Teil eines Systems. Dazu gehören BOS-G-Pack5.1-Batteriemodule mit je 5,12 kWh sowie ein Rack, das beides aufnimmt: das 3U-LRACK für acht Module plus Control Box oder das 3U-HRACK für zwölf Module plus Control Box. Beides ist Standard-19-Zoll-Technik, was die Wartung erleichtert, weil sich einzelne Module ziehen lassen.

Die Zahl der Module in Reihe legt die Strangspannung fest und muss zum Wechselrichter passen. Deye sieht dafür feste Ausbaustufen vor: fünf Module ergeben 256 V und 25,6 kWh, acht Module 409,6 V und 40,96 kWh, zwölf Module 614,4 V und 61,44 kWh, sechzehn Module 819,2 V und 81,92 kWh. Die 16er-Stufe belegt zwei nebeneinanderstehende Racks.

Aufstellort und Fallstricke

Die Box hat Schutzart IP20 und gehört damit in einen trockenen Innenraum. Draußen, in feuchten Kellern oder in staubbelasteten Werkstätten hat sie nichts verloren. Zulässig sind 5 bis 85 % relative Luftfeuchte und Aufstellhöhen bis 3.000 m.

Der zweite Punkt betrifft die Ladeseite: Der Strang darf zwar bis −20 °C entladen werden, geladen wird aber erst ab 0 °C. In einem unbeheizten Raum steht der Speicher im Winter also unter Umständen mit Ladesperre da, obwohl er noch Energie abgibt. Plane den Aufstellort danach.

Und schließlich: Ein Strang mit bis zu 819 V ist keine Kleinspannung. Aufbau, Verkabelung und Inbetriebnahme sind Arbeiten für eine Elektrofachkraft mit entsprechender Qualifikation.

Auf einen Blick

Modell BOS-G-PDU-2
Funktion Steuergerät und Batteriemanagement für einen Hochvolt-Batteriestrang
Betriebsspannung 200 bis 1.000 V DC

Elektrische Daten und Umgebung

Hilfsversorgung 12 V ± 2 %, 4,15 A
Betriebstemperatur −20 bis 65 °C
Luftfeuchtigkeit 5 bis 85 % relative Luftfeuchte

Kommunikation und Anzeige

Schnittstellen CAN 2.0 und RS485
Statusanzeige gelb: Batterie-Hochspannung eingeschaltet; rot: Alarm des Batteriesystems
Updates per USB und aus der Ferne

Hinweis: Batteriemodule und Rack sind nicht im Lieferumfang. Die Control Box ersetzt keinen Wechselrichter – für die Umwandlung in Wechselstrom wird ein passendes PCS benötigt. Installation und Inbetriebnahme sind einer Elektrofachkraft vorbehalten.


Technische Daten: Deye – Datenblatt BOS-G Pro Serie (BOS-G-Pack5.1, BOS-G-PDU-2, 3U-LRACK, 3U-HRACK) – deutsch (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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