Produktbeschreibung

Deye BOS-B Pack 16 A3 Pro – 16,08 kWh in einem Modul, die Basis für Cluster mit 257 kWh

Ab einer bestimmten Anlagengröße wird die Zahl der Bauteile zum Problem. Wer 250 kWh aus Modulen mit sieben oder acht Kilowattstunden zusammensetzt, hat dreißig Einschübe, dreißig Steckverbindungen und dreißig Stellen, an denen ein Kabel falsch sitzen kann. Deshalb setzt die BOS-B-Pro-Serie auf deutlich größere Einzelmodule.

Das BOS-B Pack 16 A3 speichert 16,08 kWh bei 51,2 V Nennspannung und 314 Ah Zellkapazität – rund doppelt so viel wie die Module der kleineren BOS-A-Serie. Fünf bis sechzehn Module lassen sich in Reihe schalten. Im Vollausbau mit sechzehn Modulen entsteht daraus der Cluster BOS-B Pro-A3 mit 257,23 kWh Systemenergie bei 819,2 V.

Das Modul gehört in Anlagen, die mit dem 125-kW-PCS-Modul und optional dem 200-kW-MPPT-Modul aufgebaut werden – der C&I-Baukasten, mit dem Deye Systeme von 125 kW bis 2,5 MW abbildet. Für einen Hausspeicher ist das die falsche Baugröße; hier geht es um Industrie- und Gewerbeanlagen mit eigenem Technikraum.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 16,08 kWh pro Modul – weniger Einschübe und Verbindungen bei gleicher Kapazität
  • 314 Ah Zellkapazität bei 51,2 V Nennspannung
  • Fünf bis sechzehn Module in Reihe, im Vollausbau 257,23 kWh je Cluster
  • Bis zu 180 A Lade- und Entladestrom
  • LiFePO₄-Zellchemie mit ≥ 6.000 Zyklen bis auf 70 Prozent Restkapazität
  • Intelligente Lüfterkühlung im Modul statt rein passiver Abfuhr
  • Kommunikation über TCP, RS485 und CAN, BMS-Kopplung über CAN
  • LCD-Anzeige für Ladezustand und Fehlercodes am Cluster
  • Anbindung an Deye Cloud mit Null-Export und zeitabhängiger Lade-/Entladesteuerung
  • 10 Jahre Garantie des Herstellers

Wie viele Module in Reihe – das entscheidet der Wechselrichter

Wird nur mit dem PCS-Modul gearbeitet, sind 14 bis 16 Einheiten für netzgekoppelte Anwendungen vorgesehen und 15 bis 16 Einheiten für den netzunabhängigen Betrieb. Kommt zusätzlich ein MPPT-Modul für Solarmodule ins Spiel, richtet sich die Zahl nach dessen Leerlaufspannung: 16 Module bei bis zu 800 V, 15 Module bei bis zu 750 V und 14 Module bei bis zu 700 V, letzteres nur netzgekoppelt. Wer diese Tabelle ignoriert, baut einen Cluster, den der Wechselrichter nicht annimmt.

Gewicht und Aufstellort

Ein einzelnes Modul wiegt rund 126 kg bei Abmessungen von 526 × 795,9 × 274,2 mm. Das ist kein Bauteil mehr, das man trägt – für Transport und Einbau brauchst du einen Hubwagen oder eine Hebevorrichtung und einen entsprechend geplanten Anlieferungsweg. Der komplette Cluster mit sechzehn Modulen bringt rund 2.240 kg auf eine Grundfläche von 2.150 × 800 mm. Die Statik des Aufstellortes ist bei dieser Anlagengröße kein Nebenpunkt, sondern eine Vorbedingung.

Die Schutzart ist IP20 – Schutz gegen Fremdkörper ab 12 mm, kein Schutz gegen Wasser. Der Cluster gehört in einen trockenen, belüfteten Technikraum bei 5 bis 85 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit und bis 3.000 m über NN. Geladen wird zwischen 0 und 55 °C, entladen ab −20 °C. Da die Module aktiv über Lüfter gekühlt werden, muss der Raum die anfallende Abwärme auch abführen können; eine reine Abstellkammer ohne Luftwechsel reicht nicht.

Was zusätzlich gebraucht wird

Ein Modul allein ist noch kein System. Dazu gehören die Steuerbox BOS-B PDU-2 A Pro, ein passendes Rack, die Leistungselektronik in Form des 125-kW-PCS-Moduls sowie das Zubehörpaket mit den Anschlusskabeln. Deye liefert dieses Kabelset unter der Bezeichnung AP-A: Plusleitungen 1 AWG in 1.000, 2.500 und 3.000 mm, Minusleitungen 1 AWG in 240 und 3.000 mm sowie eine PE-Leitung 10 AWG in 600 mm. Nichts davon ist beim Modul dabei.

Rechtlicher Rahmen

Ein Cluster dieser Größe führt über 800 V Gleichspannung und liegt leistungsseitig in einem Bereich, in dem der Netzbetreiber eigene Anforderungen an Anschluss, Schutztechnik und Zählung stellt. Planung, Aufbau und Inbetriebnahme gehören ausschließlich in die Hände einer Elektrofachkraft mit Erfahrung im Bereich Gewerbespeicher. Die Anmeldung beim Netzbetreiber und der Eintrag im Marktstammdatenregister sind verpflichtend; kläre die Anschlussbedingungen früh, sie können die Auslegung noch verändern.

Auf einen Blick

Modulenergie 16,08 kWh
Nennkapazität 314 Ah
Nennspannung 51,2 V DC

Modul: Maße, Umgebung, Gewicht

Abmessungen (B × T × H) 526 × 795,9 × 274,2 mm
Gewicht ca. 126 kg
Schutzart IP20

Hinweis: Geliefert wird ein einzelnes Batteriemodul. Steuerbox BOS-B PDU-2 A Pro, Rack, PCS-Modul und das Kabelset AP-A sind nicht enthalten. Die zulässige Modulanzahl hängt davon ab, ob nur ein PCS-Modul oder zusätzlich ein MPPT-Modul verwendet wird und welche Leerlaufspannung die Solarseite erreicht – prüfe diese Vorgabe, bevor du die Stückzahl festlegst.


Technische Daten: Deye – Datenblatt 125kW-2,5MW C&I ESS-Lösung (125kW PCS + 200kW MPPT + 500kW STS + BOS-B Pro-A3) (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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