Produktbeschreibung

Deye BOS-A Pack 7.68 – das Batteriemodul, aus dem sich Gewerbespeicher von 54 bis 161 kWh zusammensetzen

Ein Speicher für Betriebe wird nicht in einer Größe gekauft, sondern in Stufen gebaut. Die BOS-A-Serie ist genau so aufgebaut: Ein Grundmodul, davon so viele in Reihe, wie die geplante Kapazität und der Wechselrichter verlangen. Das BOS-A Pack 7.68 ist dieses Grundmodul.

Jedes Modul liefert 7,68 kWh bei 38,4 V Nennspannung und 200 Ah Zellkapazität. Sieben bis 21 Module lassen sich in Reihe schalten – daraus ergibt sich ein Speicher zwischen 53,76 und 161,28 kWh. Die Module sind für den Einbau in ein 3U-Rack gemacht und werden dort einfach übereinander eingeschoben und durchverbunden.

Als Zellchemie kommt Lithium-Eisenphosphat zum Einsatz, kurz LiFePO₄ oder LFP. Diese Chemie hat eine geringere Energiedichte als andere Lithium-Typen, ist dafür thermisch deutlich stabiler und zyklenfester – bei Speichern, die täglich voll durchfahren werden und jahrelang in einem Betriebsraum stehen, ist das der Grund, warum sie sich durchgesetzt hat.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 7,68 kWh pro Modul – die Kapazität wächst in überschaubaren Schritten mit
  • LiFePO₄-Zellen mit ≥ 6.000 Zyklen bis auf 70 Prozent Restkapazität
  • Sieben bis 21 Module in Reihe: von 53,76 bis 161,28 kWh Systemenergie
  • Empfohlener Lade- und Entladestrom 100 A, maximal 160 A pro Strang
  • Zwei Stromausgänge – ein Batteriestrang kann zwei Wechselrichter-DC-Eingänge bedienen
  • Intelligentes BMS mit Zellspannungsausgleich und automatischem Lade-/Entlademanagement
  • Schutz gegen Überladung, Tiefentladung, Überstrom und Temperaturen außerhalb des Fensters
  • Kommunikation über CAN 2.0, Überwachung über Deye Cloud
  • 10 Jahre Garantie des Herstellers

Wie viele Module du brauchst – und warum die Zahl nicht frei wählbar ist

Die Modulzahl legt nicht nur die Kapazität fest, sondern auch die Spannung des Batteriestrangs. Sieben Module ergeben 268,8 V, dreizehn ergeben 499,2 V, einundzwanzig ergeben 806,4 V. Diese Strangspannung muss in das Batteriespannungsfenster des angeschlossenen Wechselrichters passen – sonst nimmt er den Strang schlicht nicht an. Das PCS-Modul SUN-100K-PCSL01HP3 etwa arbeitet mit 630 bis 1.000 V und verlangt damit einen entsprechend hohen Ausbau.

Rechne deshalb nicht von der gewünschten Kapazität rückwärts, sondern lege zuerst den Wechselrichter fest und leite daraus die zulässige Modulzahl ab. Deye gibt für die BOS-A-Serie Wechselrichter von 50 bis 100 kW und Batteriegrößen von 54 bis 161 kWh als Auslegungsrahmen an.

Rack und Steuerbox gehören dazu

Ein einzelnes Modul ist noch kein Speicher. Zu einem funktionsfähigen Strang gehören immer drei Dinge: die Batteriemodule, ein passendes Rack und die Steuerbox BOS-A PDU-2. Die Steuerbox ist das zentrale Hochvolt-Steuergerät – sie führt den Trennschalter, meldet Ladezustand und Fehlercodes über ein Display und gibt die Batteriedaten über die PCS-COM-Schnittstelle an den Wechselrichter weiter.

Bei den Racks stehen zwei Größen zur Wahl: das BOS-A Rack 11 nimmt zehn Module plus Steuerbox auf, das BOS-A Rack 14 dreizehn Module plus Steuerbox. Für 21 Module in Reihe werden zwei Rack-11-Gestelle nebeneinander gestellt. Weder Rack noch Steuerbox sind beim Modul dabei.

Gewicht, Transport und Aufstellort

Ein Modul wiegt rund 70 kg bei Abmessungen von 601,5 × 520 × 135 mm. Das ist kein Gewicht, das eine Person auf Hüfthöhe einschieben sollte, und im oberen Bereich eines 1.900 oder 2.350 mm hohen Racks schon gar nicht. Plane zwei Personen und eine Hebehilfe ein. Ein voll bestücktes System mit dreizehn Modulen wiegt komplett rund 934 kg – prüfe die Tragfähigkeit des Bodens im Voraus.

Die Schutzart ist IP20: Schutz gegen Fremdkörper ab 12 mm, kein Schutz gegen Wasser. Der Speicher gehört in einen trockenen Innenraum bei 5 bis 85 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit, bis 3.000 m über NN. Geladen wird zwischen 0 und 55 °C, entladen ab −20 °C – in einem unbeheizten Raum kann der Speicher im Winter also liefern, aber nicht mehr aufnehmen.

Anschluss und rechtlicher Rahmen

Ein Strang aus BOS-A-Modulen führt mehrere hundert Volt Gleichspannung. Aufbau, Verkabelung und Inbetriebnahme sind ausschließlich Sache einer Elektrofachkraft. Der Speicher ist Teil der Erzeugungsanlage und muss beim Netzbetreiber nach VDE-AR-N 4105 angemeldet und im Marktstammdatenregister eingetragen werden. Für Lagerung und Transport der Module gelten die Vorgaben nach UN 38.3.

Hinweis: Geliefert wird ein einzelnes Batteriemodul. Rack, Steuerbox BOS-A PDU-2 sowie der Wechselrichter beziehungsweise das PCS-Modul sind nicht enthalten und werden getrennt bestellt. Lege die Modulanzahl anhand des Batteriespannungsfensters deines Wechselrichters fest, nicht allein anhand der gewünschten kWh – nur passende Strangspannungen werden angenommen.


Technische Daten: Deye – Datenblatt BOS-A Serie – deutsch (PDF)

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FAQs

Mehr Antworten findest du auf unserer FAQ-Seite.

Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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