Produktbeschreibung

Sungrow SBR096 – 9,6 kWh Hochvoltspeicher für das typische Einfamilienhaus

Zwischen Sonnenuntergang und dem nächsten Morgen verbraucht ein Haushalt mit vier Personen je nach Ausstattung sechs bis zehn Kilowattstunden. Genau dieser Zeitraum ist der teuerste des Tages: Die Anlage liefert nichts, der Bezugspreis liegt bei einem Vielfachen der Einspeisevergütung.

Der SBR096 ist auf diese Lücke zugeschnitten. Drei Batteriemodule à 3,2 kWh ergeben 9,6 kWh nutzbare Energie – genug für Kühlgeräte, Beleuchtung, Kochen und Waschen über die Nacht, ohne dass Kapazität dauerhaft brachliegt.

Wie alle Speicher der SBR-Serie ist er eine Hochvoltbatterie und braucht einen dreiphasigen Sungrow-Hybridwechselrichter, unter anderem aus der SH-RT-Serie. Steuerung, Laderegelung und die Umwandlung in Wechselstrom übernimmt dieser Wechselrichter.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 9,6 kWh nutzbare Energie aus drei Batteriemodulen à 3,2 kWh
  • Nennspannung 192 V, Betriebsbereich 162 bis 219 V
  • Bis zu 30 A dauerhafter Lade- und Entladestrom
  • Bis zu 100 % Entladetiefe, einstellbar
  • Erweiterbar in Schritten von 3,2 kWh, bis 8 Module und 25,6 kWh je Turm
  • Prismatische Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) mit mehrstufigem Schutzkonzept
  • Kompakter Turm mit 625 × 545 × 330 mm, 114 kg, kabellos gestapelt
  • IP55, innen und außen zugelassen, Betrieb bis 4.000 m Höhe
  • DC-Trennschalter, SOC- und Statusanzeige direkt am Gerät
  • Zertifiziert nach CE, CEC, IEC 62619, IEC 62040, UN 38.3, VDE 2510-50, IEC 63056, IEC 61000 und UKCA

Kleine Module, feinere Abstufung

Die SBR-Serie arbeitet mit 3,2-kWh-Modulen. Das klingt nach einem Detail, entscheidet aber darüber, wie genau du den Speicher auf deinen Verbrauch zuschneiden kannst: Der Ausbau erfolgt in Schritten von 3,2 kWh statt in groben Sprüngen, von 6,4 kWh bis 25,6 kWh in einem Turm.

Ein zweiter Vorteil zeigt sich beim Aufbau. Ein Modul wiegt 33 kg, und Sungrow gibt für die Serie ausdrücklich die Installation durch eine einzelne Person an. Für Keller mit engem Treppenhaus ist das oft der ausschlaggebende Punkt.

Was der Wechselrichter beisteuert

Der SBR096 liefert Gleichspannung mit 192 V Nennwert, im Betrieb zwischen 162 V und 219 V. Erst der Hybridwechselrichter macht daraus dreiphasigen Wechselstrom fürs Hausnetz und entscheidet, wann geladen und wann entladen wird.

Beide Geräte verständigen sich über eine CAN-Leitung: Der Speicher meldet Ladezustand, Zelltemperaturen und die aktuell zulässigen Ströme, der Wechselrichter regelt danach. Prüfe vor der Bestellung, ob dein Modell für die SBR-Serie freigegeben ist und wie viele Module es verwalten darf – daran hängt auch dein späterer Ausbauspielraum.

Aufstellung, Platzbedarf und Erweiterung

Der Turm steht frei auf dem Boden und wird aus einzelnen Modulen gestapelt, die sich beim Aufsetzen selbst kontaktieren – zwischen den Batteriemodulen liegt kein Kabel. Der Untergrund sollte eben und tragfähig sein, das Gesamtgewicht liegt bei 114 kg.

Wer später erweitern will, plant die Höhe gleich mit ein: Jedes zusätzliche Modul baut 130 mm auf, ein voll ausgebauter Turm mit acht Modulen erreicht 1.195 mm. Lass außerdem vor dem Gerät genug Raum, um an die Anschlüsse zu kommen.

Standort und Temperaturgrenzen

Mit IP55 darf der Speicher innen und außen stehen. Die Betriebstemperaturen unterscheiden sich allerdings nach Betriebsart: Entladen ist von −20 °C bis 50 °C zulässig, Laden nur von 0 °C bis 50 °C. An Frosttagen kann der Speicher also abgeben, aber keinen Solarstrom aufnehmen.

Deshalb ist ein frostfreier Technikraum oder Keller in der Praxis meist die bessere Wahl. Zulässig sind 0 bis 95 % relative Luftfeuchte ohne Betauung und Aufstellhöhen bis 4.000 m; die Kühlung erfolgt passiv über natürliche Konvektion.

Installation, Anmeldung und Ersatzstrom

Der Anschluss gehört in die Hände einer Elektrofachkraft, die Verkabelung, Absicherung und Inbetriebnahme übernimmt und den Speicher beim Netzbetreiber anmeldet. Dazu kommt die Eintragung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Ob bei Netzausfall im Haus noch Strom fließt, hängt am Wechselrichter und an der Umschaltung im Verteiler – nicht am Speicher. Der SBR096 hält lediglich die Energie bereit, die dafür gebraucht wird.

Auf einen Blick

Typenbezeichnung SBR096
Nutzbare Energie 9,6 kWh
Anzahl Batteriemodule 3

Hinweis: Wechselrichter, DC-Leitungen und Kommunikationskabel sind nicht im Lieferumfang. Der SBR096 besitzt keine Solareingänge und keinen eigenen Netzanschluss; er arbeitet ausschließlich als Hochvoltbatterie an einem passenden Sungrow-Hybridwechselrichter. Aufbau, Anschluss und Inbetriebnahme führt eine Elektrofachkraft aus.

Technische Daten laut Sungrow-Datenblatt SBR064–SBR256, Version 5. Änderungen vorbehalten.


Technische Daten: Sungrow – Datenblatt SBR064/096/128/160/192/224/256 Datasheet (V5, EN) (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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