Produktbeschreibung

Sungrow SBH200 – 20 kWh Hochvoltspeicher für große Dachanlagen und Dauerverbraucher

Ab etwa 15 kWp auf dem Dach entsteht im Sommer mehr Überschuss, als ein mittlerer Speicher am Nachmittag noch aufnehmen kann. Der Rest geht zur Einspeisevergütung ins Netz, während abends Wärmepumpe, Wallbox und Haushalt wieder Strom vom Versorger ziehen.

Der SBH200 setzt dort an: vier Batteriemodule à 5,0 kWh, zusammen 20,0 kWh nutzbare Energie. Das ist die Größe für Haushalte, die auch nach Sonnenuntergang durchgehend Last haben – Zweifamilienhaus, Homeoffice mit Klimatisierung, Wärmepumpe im Winterbetrieb oder ein E-Auto, das abends an die Wallbox geht.

Wie alle Speicher der SBH-Serie arbeitet er als Hochvoltbatterie an einem dreiphasigen Sungrow-Hybridwechselrichter der SH-T-Serie und nicht für sich allein.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 20,0 kWh nutzbare Energie aus vier Batteriemodulen à 5,0 kWh
  • Nennspannung 281,6 V, Betriebsbereich 237,6 bis 321,2 V
  • 50 A dauerhafter Lade- und Entladestrom; die Serie erreicht über 25 kW Spitzenleistung
  • Bis zu 100 % Entladetiefe, einstellbar
  • Weiter ausbaubar bis 8 Module je Turm, bis zu 4 Türme parallel (maximal 160 kWh)
  • Prismatische LFP-Zellen (Lithium-Eisenphosphat) mit mehrstufigem Schutzkonzept
  • Stapelmontage, zwischen den Batteriemodulen wird kein Kabel gesteckt
  • IP55 und natürliche Konvektion – kein Lüfter, der Wartung braucht

Was 50 A dauerhafter Strom praktisch bedeuten

Der maximale Dauerstrom von 50 A gilt in der SBH-Serie unabhängig von der Turmhöhe. Weil beim SBH200 vier Module in Reihe stehen und die Spannung dadurch auf 281,6 V steigt, lässt sich bei gleichem Strom mehr Leistung bewegen als bei den kleineren Ausbaustufen. Für dich heißt das: kürzere Ladezeiten mittags und mehr Reserve, wenn abends mehrere Großverbraucher gleichzeitig laufen.

Die tatsächlich nutzbare Lade- und Entladeleistung begrenzt am Ende der Wechselrichter. Sie ergibt sich aus dem Gerät, an dem der Speicher hängt – die Batterie liefert die Reserve, ausschöpfen muss sie der Wechselrichter.

Der Wechselrichter ist Teil der Kaufentscheidung

Ein Hochvoltspeicher gibt Gleichspannung an den Hybridwechselrichter ab, der daraus dreiphasigen Wechselstrom für das Hausnetz macht. Beide Geräte sprechen dabei über eine CAN-Leitung miteinander: Der Wechselrichter liest Ladezustand, Temperaturen und Stromgrenzen aus und regelt danach.

Freigegeben ist der SBH200 für die dreiphasigen Sungrow-Hybridwechselrichter der SH-T-Serie. Prüfe vor der Bestellung Modell und Firmwarestand deines Wechselrichters sowie dessen Batterie-Spannungsfenster – ein Speicher dieser Größe passt nicht automatisch an jedes ältere Gerät.

Platzbedarf, Gewicht und Untergrund

Mit 675 × 900 × 350 mm und 196 kg ist der SBH200 kein Gerät für die Wand, sondern für eine feste Standfläche. Die vier Module à 45 kg werden einzeln angeliefert und gestapelt; erst im Turm entsteht das volle Gewicht.

Wichtig ist ein ebener, tragfähiger Boden – bei einer Aufstellung im Obergeschoss oder auf einer Holzbalkendecke lohnt der Blick auf die zulässige Flächenlast. Rechne außerdem Arbeitsraum vor dem Gerät ein und lass Höhe frei, falls später weitere Module dazukommen sollen; jedes Modul baut 160 mm auf.

Aufstellort und Temperatur

Der Speicher ist mit IP55 für innen und außen zugelassen. Die Grenzen sind allerdings asymmetrisch: Entladen darf er von −20 °C bis 50 °C, Laden nur von 0 °C bis 50 °C. Im Winter draußen bedeutet das: nachts abgeben ja, morgens bei Frost aufnehmen nein.

Ein frostfreier Raum ist deshalb fast immer die bessere Wahl. Zulässig sind 0 bis 95 % relative Luftfeuchte ohne Kondensation und Aufstellhöhen bis 2.000 m; gekühlt wird ausschließlich passiv über natürliche Konvektion, halte die Luftwege also frei.

Installation, Anmeldung und Ersatzstrom

Anschluss und Inbetriebnahme sind Sache einer Elektrofachkraft, die den Speicher auch beim Netzbetreiber anmeldet. Dazu kommt die Eintragung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, die für Erzeugungsanlagen und Speicher gleichermaßen gilt.

Ob bei einem Netzausfall im Haus noch Licht brennt, entscheidet nicht die Batterie: Ersatzstrom ist eine Funktion des Wechselrichters und der Umschaltung im Zählerschrank. Wenn dir dieser Punkt wichtig ist, kläre ihn bei der Auswahl des Wechselrichters, nicht beim Speicher.

Technische Daten

Hinweis: Wechselrichter, DC-Leitungen und Kommunikationskabel gehören nicht zum Lieferumfang. Der SBH200 besitzt weder Solareingänge noch einen Netzanschluss und ist ausschließlich für den Betrieb an einem passenden Sungrow-Hybridwechselrichter bestimmt. Aufbau, Anschluss und Inbetriebnahme führt eine Elektrofachkraft aus.

Technische Daten laut Sungrow-Datenblatt SBH100–SBH400, Version 4. Änderungen vorbehalten.


Technische Daten: Sungrow – Datenblatt SBH100/150/200/250/300/350/400 Datasheet (V4, EN) (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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