Produktbeschreibung

Jolywood 500 W bifazial – N-Typ-Doppelglasmodul mit Ertrag auf beiden Seiten

Ein normales Solarmodul nutzt genau eine Seite. Licht, das neben dem Modul auf den Boden fällt und wieder nach oben reflektiert wird, ist verloren – auf einem Kiesflachdach, an einem Zaun oder über einer Schneedecke eine Menge.

Das Jolywood JW-HD108N-R2 mit 500 Watt ist bifazial: Es hat auf der Rückseite ebenfalls Glas statt einer lichtdichten Kunststofffolie und erzeugt dort zusätzlich Strom. Wie viel dabei herauskommt, hängt am Untergrund. Der Hersteller gibt einen Bifazialitätsfaktor von 80 Prozent an – die Rückseite erreicht bei gleicher Bestrahlung 80 Prozent der Vorderseitenleistung.

Dazu kommt der Zelltyp. Jolywood setzt auf N-Typ-TOPCon-Zellen: kein Anfangsverlust durch Lichteinwirkung und ein besserer Temperaturkoeffizient als bei älteren P-Typ-Modulen. Beides zahlt sich über die Laufzeit aus, nicht am ersten Tag.

N-Typ-TOPCon: was hinter der Abkürzung steckt

Klassische Solarzellen bestehen aus P-Typ-Silizium. Das Material enthält Bor, und Bor bildet unter Sonneneinstrahlung in den ersten Betriebswochen Defekte, die Leistung kosten – Fachleute nennen das LID (Light Induced Degradation). N-Typ-Silizium ist anders dotiert und hat dieses Problem nicht: Das Modul liefert von Anfang an das, was auf dem Typenschild steht.

TOPCon beschreibt den Aufbau der Rückseite – eine hauchdünne Oxidschicht unter der Kontaktierung, die Verluste an der Kontaktstelle verringert. Praktisch ergibt das 22,5 Prozent Modulwirkungsgrad und einen Temperaturkoeffizienten von −0,28 Prozent pro Grad: Erwärmt sich das Modul von den 25 °C der Prüfbedingung auf 60 °C, bleiben rechnerisch rund 90 Prozent der Nennleistung übrig.

Bifazial – wie viel die Rückseite tatsächlich bringt

Der Rückseitenertrag ist keine feste Zahl, sondern hängt vom Albedo ab – davon, wie viel Licht der Untergrund zurückwirft. Dunkler Asphalt reflektiert wenig, heller Kies deutlich mehr, frischer Schnee am meisten.

Jolywood beziffert den Zusatzertrag als BNPI (Bifacial Nameplate Irradiance) mit definierter Rückseitenbestrahlung: Aus 500 W werden dann 550 W – der Bestwert unter Laborbedingungen. Auf einem aufgeständerten Flachdach mit hellem Untergrund sind zweistellige Prozentwerte realistisch, auf einem dicht aufliegenden Ziegeldach kaum etwas. Abstand nach unten und heller Untergrund sind die zwei Stellschrauben.

Verschattung, Hotspots und Doppelglas-Statik

Drei Bypass-Dioden in der IP68-Anschlussdose überbrücken verschattete Zellgruppen, sodass ein Kaminschatten nicht das ganze Modul lahmlegt. Die TOPCon-Zellstruktur ist zusätzlich widerstandsfähiger gegen Hotspots – lokale Überhitzungen, die entstehen, wenn eine dauerhaft verschattete Zelle den Strom der übrigen aufnehmen muss.

Mechanisch ist das Modul auf 5.400 Pa vorne und 2.400 Pa hinten geprüft. Die beiden wärmeverfestigten Scheiben nehmen die Last symmetrisch auf – anders als bei Glas-Folie-Modulen, deren Rückseite kaum zur Steifigkeit beiträgt. Deshalb ist die Bauweise auch für senkrechte Montage freigegeben, etwa an Zäunen, und für Standorte mit Schnee, Sand oder hoher Luftfeuchtigkeit. Das Modul wiegt 27,3 kg bei 1.960 × 1.134 × 30 mm; zum Tragen gehören zwei Personen.

Palettenmengen, Staffeln und Speditionsversand

Ab Werk kommen 37 Module auf eine Palette, in einen 40-Fuß-Hochcontainer 888 Stück. Die Staffelvarianten folgen dieser Logistik: ab 1 Stück für die Einzelergänzung, ab 6 und ab 15 Stück für kleinere Dachanlagen, ab 37 Stück als komplette Palette – rechnerisch rund 18,5 kWp.

Der Versand erfolgt ausschließlich per Spedition. Eine volle Palette wiegt gut eine Tonne, die Anlieferung braucht also LKW-taugliche Zufahrt und eine ebene, feste Abstellfläche. Doppelglasmodule werden stehend gelagert, nicht flach gestapelt.

Garantie: 25 Jahre auf das Produkt, 30 auf die Leistung

Jolywood gibt 25 Jahre auf Material und Verarbeitung und eine lineare Leistungsgarantie über 30 Jahre. Zugesichert sind höchstens 1,00 Prozent Verlust im ersten Jahr und danach 0,40 Prozent pro Jahr; im Jahr 30 stehen noch 87,4 Prozent der Nennleistung in der Garantie. Zertifiziert nach IEC 61215 (2021) und IEC 61730 (2023).

Hinweis: Die 500 W sind der Vorderseitenwert unter Standard-Testbedingungen (1.000 W/m², 25 °C, AM 1,5). Der bifaziale Mehrertrag ist keine garantierte Zugabe, sondern hängt von Untergrund, Aufständerungshöhe und Reihenabstand ab – auf einem dicht aufliegenden Schrägdach fällt er praktisch weg. Die Belastungswerte gelten nur bei Montage in den freigegebenen Klemmbereichen. Auslieferung ausschließlich per Spedition; Wechselrichter, Unterkonstruktion und Verkabelung sind nicht im Lieferumfang.


Technische Daten: Jolywood – Datenblatt Niwa Black JW-HD108N-R2 n-type Bifacial Dual-Glass Module (500-525 W), EN (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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