Produktbeschreibung

Deye LV SE-F16-C – 16 kWh Niedervoltspeicher für Haushalte, denen 10 kWh nicht reichen

Ein 48-V-Speicher ist im Eigenheim der unkomplizierte Weg: Er hängt an einem Niedervolt-Hybridwechselrichter, braucht keine Hochvolt-Peripherie und lässt sich später ergänzen. Der Haken ist meist die Kapazität – viele Niedervoltspeicher liegen bei 5 kWh je Gerät, und ab drei Einheiten wird es unübersichtlich.

Der SE-F16-C setzt 16 kWh in ein einzelnes Gehäuse. Das ist die Größenordnung, ab der ein Haushalt mit Wärmepumpe, Wallbox oder Klimatechnik über die Nacht kommt, ohne dass mehrere Geräte nebeneinander stehen müssen. Die Kennung C steht in der SE-F-Serie für die Ausführung mit Display – Ladezustand und Betriebsdaten sind direkt am Gerät ablesbar, nicht nur in der App.

Gedacht ist er für Anlagen mit Deye-Hybridwechselrichtern der Serien SG05LP1 und SG05LP3 sowie weiteren 48-V-Geräten.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 16 kWh Nennenergie bei 51,2 V und 314 Ah – eine Einheit statt drei kleiner Speicher
  • 230 A Dauerentladestrom, kurzzeitig 280 A für 10 Sekunden – deckt auch Anlaufströme ab
  • Display am Gerät zeigt Ladezustand und Betriebszustand ohne Umweg über das Handy
  • Bis zu 32 Einheiten parallel, mit CAN-Bridge bis 64 – der Speicher wächst mit
  • Wand-, Boden- oder Stapelmontage
  • Mindestens 6.000 Zyklen bei 70 % Restkapazität, 10 Jahre Garantie, 50 MWh Durchsatz
  • Entladung bis −20 °C, Laden mit optionaler Heizung ebenfalls bis −20 °C
  • Kommunikation über CAN 2.0, RS485 sowie Bluetooth und App
  • Natürliche Kühlung ohne Lüfter

Was Niedervolt in der Praxis bedeutet

Der Speicher arbeitet mit 51,2 V Nennspannung, im Betrieb zwischen 44,8 und 57,6 V. Diese Bauart heißt Niedervolt oder LV, im Gegensatz zu Hochvoltspeichern mit mehreren hundert Volt. Der praktische Unterschied: Weil die Spannung niedrig bleibt, fließen für dieselbe Leistung deutlich höhere Ströme – der Speicher gibt bis zu 230 A dauerhaft ab.

Daraus folgt die wichtigste Installationsregel: Die Batterieleitungen müssen kurz und im Querschnitt ausreichend dimensioniert sein. Ein zu dünnes oder zu langes Kabel kostet hier spürbar Leistung und wird warm. Der Aufstellort sollte deshalb möglichst nah am Wechselrichter liegen.

Anschluss und Parallelbetrieb

Die Kommunikation zum Wechselrichter läuft über eine RJ45-Buchse mit der Bezeichnung PCS – wahlweise per CAN-Protokoll mit 500 kbit/s oder RS485 mit 9600 bit/s. Darüber meldet der Speicher Ladezustand, Spannungen und Temperaturen, und der Wechselrichter passt seine Lade- und Entladeleistung an.

Für den Parallelbetrieb gibt es zwei weitere RJ45-Buchsen, IN und OUT: Der OUT-Anschluss des einen Geräts geht auf den IN-Anschluss des nächsten, sodass eine Kette entsteht. Bis zu 32 Einheiten lassen sich so zusammenschalten, mit einer CAN-Bridge bis zu 64. Ein Netzschalter am Gerät trennt den Speicher für Wartungsarbeiten.

Auslegung: Wie viel von den 16 kWh du wirklich nutzt

Die 16 kWh sind die Nennenergie. Die empfohlene Entladetiefe liegt bei 90 %, es bleiben also gut 14 kWh je Zyklus, bevor die Umwandlungsverluste im Wechselrichter abgehen. Für einen Haushalt mit 4.500 bis 6.000 kWh Jahresverbrauch reicht das zuverlässig über die Nacht.

Beim Laden ist nicht die Kapazität, sondern die Rate der Engpass: 160 A Dauerladestrom entsprechen einer halben Ladung pro Stunde – eine große Mittagsspitze vom Dach lässt sich damit gut aufnehmen. Beim Entladen stehen 230 A zur Verfügung, kurzzeitig 280 A für 10 Sekunden.

Aufstellort, Temperatur und Handhabung

Die Schutzart ist IP21, das Gerät gehört also in einen trockenen Innenraum: Hauswirtschaftsraum, Keller oder Garage. Für Aufstellung im Freien ist es nicht ausgelegt. Zulässig sind bis 95 % relative Luftfeuchte ohne Kondensation und Aufstellhöhen bis 3.000 m.

Beim Temperaturbereich lohnt der genaue Blick: Entladen ist ab −20 °C möglich, geladen wird ab Werk erst ab 0 °C. Für kalte Aufstellorte gibt es eine optionale Heizung, mit der auch ab −20 °C geladen werden kann. In einer unbeheizten Garage ist das kein Detail, sondern der Unterschied zwischen einem Speicher, der im Winter arbeitet, und einem, der auf Ladefreigabe wartet.

Das Gerät wiegt 109 kg bei 400 × 708 × 233 mm. Wandmontage ist möglich, verlangt aber einen tragfähigen Untergrund – bei Leichtbauwänden ist die Bodenaufstellung die sichere Wahl. Gestapelt sind bis zu vier Ebenen zulässig.

Hinweis: Wechselrichter, Kommunikationskabel und Batterieleitungen gehören nicht zum Lieferumfang. Die tatsächlich nutzbare Kapazität hängt von Wechselrichter und Anlagenkonfiguration ab; prüfe die Kompatibilität der Komponenten vor der Installation. Anschluss und Inbetriebnahme gehören in die Hände einer Elektrofachkraft, die Anlage ist im Marktstammdatenregister anzumelden.


Technische Daten: Deye – Datenblatt SE-F5 / F5 Plus / F5 Pro / F12 / F12 Max / F16 / F16 Max Serie – deutsch (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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