Produktbeschreibung

Deye GE-F120 – 122,8 kWh Speicher mit eingebautem 50-kW-Wechselrichter in einem Schrank

Gewerbliche Speicheranlagen scheitern selten an der Technik, sondern am Aufwand drumherum: Racks stellen, Module einschieben, Wechselrichter separat montieren, Batteriemanagement und Energiemanagement verbinden, Brandschutz nachrüsten, alles dokumentieren. Der GE-F120 nimmt diesen Teil weg. Batteriemodule, Hybridwechselrichter, Batteriemanagement, Energiemanagement, Kühlung und Brandschutz sitzen bereits im selben Schrank und sind ab Werk aufeinander abgestimmt.

Was am Aufstellort bleibt, ist die Aufstellung auf einem tragfähigen Untergrund, der Anschluss ans Netz, die PV-Verkabelung und die Inbetriebnahme. Ein Schrank liefert 122,8 kWh Speicher und 50 kW Ausgangsleistung – die Größenordnung von Handwerksbetrieben, Landwirtschaft oder Filialen mit hoher Grundlast.

Anders als der kleinere GE-F60 bringt der GE-F120 den Wechselrichter mit – separate Leistungselektronik entfällt.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • 122,8 kWh Speicherenergie und 50 kW Ausgangsleistung in einem Gehäuse
  • Hybridwechselrichter integriert – bis 65 kW PV-Leistung an vier MPP-Trackern direkt anschließbar
  • Notstromfähig: Schwarzstart und Inselbetrieb sind vorgesehen, kurzzeitig 1,5-fache Nennleistung für 10 Sekunden
  • Fünfstufiger Sicherheitsaufbau mit Erkennung brennbarer Gase, Rauch und Temperatur, aktivem Abluftsystem und Feueralarm
  • Aerosol-Brandunterdrückung auf Zell-, Pack- und Systemebene
  • IP55 – Aufstellung auch außerhalb eines Technikraums möglich
  • Redundante Eigenversorgung der Steuerung
  • Bis zu zehn Schränke parallel: 500 kW und 1.200 kWh; in Kombination mit GE-F60 bis 3.600 kWh
  • Mindestens 6.000 Zyklen bis 70 % Restkapazität, 10 Jahre Garantie

Wie der Schrank ins Netz eingebunden wird

Der Anschluss erfolgt dreiphasig als 3L/N/PE bei 230/400 V mit 75,8 A Nennausgangsstrom. Der eingebaute Wechselrichter arbeitet bidirektional: Er speist ins Netz ein, versorgt die Verbraucher und lädt den Speicher – aus der PV-Anlage ebenso wie aus dem Netz, wenn die Betriebsstrategie das vorsieht.

Auf der Solarseite stehen vier MPP-Tracker zur Verfügung. Ein MPP-Tracker regelt einen PV-Strang unabhängig auf seinen optimalen Arbeitspunkt; vier davon bedeuten, dass sich unterschiedlich ausgerichtete oder unterschiedlich verschattete Dachflächen getrennt betreiben lassen. Der MPPT-Spannungsbereich reicht von 150 bis 850 V, die Startspannung liegt bei 180 V, je Tracker sind 36 A zulässig.

Die Netzanschlussbedingungen erfüllt das Gerät unter anderem nach VDE-AR-N 4105 und EN 50549-1 – den beiden Regelwerken, die in Deutschland für den Anschluss an das Niederspannungsnetz maßgeblich sind. Die Anlage ist beim Netzbetreiber anzumelden; bei dieser Leistungsklasse gehört eine Netzverträglichkeitsprüfung dazu, die je nach Netzsituation Wochen dauern kann. Plane das früh ein.

Wirkungsgrad und was am Ende übrig bleibt

Der Wechselrichter erreicht maximal 97,6 % Wirkungsgrad, die MPPT-Regelung 99,9 %. Aussagekräftiger ist aber der Round-Trip-Wirkungsgrad (RTE): Er beschreibt, wie viel von der eingespeicherten Energie nach einem vollständigen Lade- und Entladevorgang wieder herauskommt – inklusive Umwandlung, Batterie und Eigenverbrauch der Anlage. Beim GE-F120 liegt er bei bis zu 89 %. Rechne bei der Wirtschaftlichkeit mit diesem Wert: Aus 100 kWh Ladung werden real rund 89 kWh nutzbare Energie.

Aufstellung, Klima und Wartung

Der Schrank misst 1.780 × 1.056 × 2.235 mm und wiegt rund 2.090 kg. Er wird auf dem Boden aufgestellt und braucht eine entsprechend tragfähige, ebene Fläche sowie einen Transportweg, der Gewicht und Maße hergibt – Kran oder Schwerlastroller sind bei der Anlieferung die Regel, nicht die Ausnahme.

Der zulässige Betriebsbereich liegt bei −20 bis 55 °C, ab 43 °C reduziert das System seine Leistung. An einer vollsonnigen Südwand im Hochsommer heißt das: Der Speicher läuft, gibt aber weniger ab. Ein verschatteter oder überdachter Standort ist deshalb die bessere Wahl.

Auf einen Blick

Modell GE-F120-2H2
Energiekonfiguration 122,8 kWh
Nennausgangsleistung / USV-Leistung 50.000 W

Netzanschluss und Wechselrichter

AC-Ausgangsspannung 220/380 V und 230/400 V AC
Netzfrequenz 50 / 60 Hz
Netzform 3L / N / PE

Solarseite

Max. PV-Eingangsleistung 65.000 W
Anzahl MPP-Tracker 4
Max. PV-Eingangsstrom 36 + 36 + 36 + 36 A

Batterie und Aufbau

Batterie-Betriebsspannung 500 bis 700 V
Modulnennspannung 51,2 V
Modulenergie 5,12 kWh

Hinweis: Anlieferung, Aufstellung und Inbetriebnahme erfordern Hebezeug und eine Elektrofachkraft. Netzanschluss und Betriebsweise sind vor der Inbetriebnahme mit dem Netzbetreiber abzustimmen; die Anlage ist anmeldepflichtig. Prüfe Bodentragfähigkeit, Transportweg und Aufstellklima, bevor du bestellst.


Technische Daten: Deye – Datenblatt GE-F120-2H2 & GE-F60 Serie – deutsch (PDF)

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FAQs

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Was ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist eine steckerfertige Solaranlage für Balkon, Terrasse, Garten oder Garage. Sie wird über eine normale Haushaltssteckdose ans Hausnetz angeschlossen. Der Speicher nimmt den Strom auf, den du tagsüber nicht sofort verbrauchst, und gibt ihn abends oder nachts wieder ab. Ohne Speicher muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht – was übrig bleibt, fließt ins Netz, in der Regel ohne Vergütung. Genau deshalb hebt ein Speicher den Anteil, den du selbst nutzt, und damit die Ersparnis.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wir versenden aus unserem Logistiklager in Deutschland. Insgesamt solltest du mit 1–14 Werktagen ab Bestelleingang rechnen. Module, Speicher und Komplettsets gehen per Spedition; die meldet sich vor der Zustellung bei dir und stimmt einen Liefertermin ab. Versandkosten nach Gewicht: Paket ab 4,90 €, Spedition ab 99 € innerhalb Deutschlands (Österreich ab 9,90 € bzw. 99 €). Die vollständige Tabelle steht in unseren Versandbedingungen, der genaue Betrag wird vor dem Bestellabschluss angezeigt.

Brauche ich einen Elektriker, um das Solar-Kit zu installieren?

Bei steckerfertigen Balkonkraftwerken nicht: Module aufstellen, Wechselrichter anschließen, Stecker in die Steckdose – eine Anleitung liegt bei. Anders sieht es bei größeren Anlagen aus. Hybrid-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher, Notstromumschaltungen und alles, was fest im Verteiler verdrahtet wird, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie übernimmt auch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist in jedem Fall Pflicht.

Wie viel kann ich bei meiner Stromrechnung sparen?

Das hängt an drei Dingen: wie viel Strom deine Anlage erzeugt (Ausrichtung, Neigung, Verschattung), wie viel davon du selbst verbrauchst statt es ins Netz zu schicken, und was du pro Kilowattstunde bezahlst. Ein Speicher hebt vor allem den zweiten Punkt deutlich an, weil der Mittagsstrom abends nutzbar bleibt. Wer dir ohne Blick auf deinen Balkon und dein Verbrauchsprofil eine exakte Zahl nennt, rät. Schreib uns – wir rechnen es mit deinen Werten durch.

Was geschieht mit der Energie, die ich nicht verbrauche?

Ohne Speicher fließt der Überschuss ins öffentliche Netz. Für Balkonkraftwerke gibt es dafür in der Regel keine Vergütung – der Strom ist damit verschenkt. Mit Speicher wandert der Überschuss zuerst in die Batterie und steht abends wieder zur Verfügung. Viele Geräte lassen sich zusätzlich auf Nulleinspeisung stellen: Dann geben sie gar nichts erst ans Netz ab, sondern regeln ihre Leistung auf deinen tatsächlichen Verbrauch herunter.

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